Seite 8 von 28ZURÜCKWEITER

Vorbereiten einer Publikation für das professionelle Drucken

2-2 Prozessfarbendruck

Beim Prozessfarbendruck werden alle Elemente auf einer Seite in Prozentsätze der folgenden vier Farben aufgeteilt und mit verschieden Druckplatten gedruckt:

Legende 1 Gelb
Legende 2 Zyan
Legende 3 Magenta
Legende 4 Schwarz

Druckereien verwenden den Prozessfarbendruck, um farbige Fotografien ohne Farbabweichungen zu drucken. Beim Prozessfarbendruck werden vier durchscheinende Farben verwendet: Zyan (C, engl. Cyan), Magenta (M), Gelb (Y, engl. Yellow) und Schwarz (K, engl. Black). Diese Farben werden mit CMYK bezeichnet und ermöglichen die Herstellung eines umfangreichen Bereichs von Farben.

Der Farbbereich des CMYK-Farbmodells ist ausreichend für die meisten Druckaufträge. Theoretisch können alle Farben des Farbbereichs einschließlich Schwarz aus Zyan, Magenta und Gelb gemischt werden. Aufgrund von Beschränkungen der CMY-Farben entstehen aber Mängel bei dunklen Farbtönen und echtem Schwarz. Um dies zu korrigieren, verwenden Druckereien durchscheinendes Schwarz (K), um Schatten nachzudunkeln und echtes Schwarz zu erzeugen.

Da das verwendete Schwarz durchscheinend ist, kann daraus allein kein echtes Schwarz erzeugt werden. Die meisten Druckereien verstärken die schwarze Farbe daher mit mindestens einer der CMY-Farben, um echtes Schwarz zu erzeugen. Aus Kombinationen von schwarzen Farbtönen und anderen Farben werden auch Graustufen erzeugt, die nicht aus schwarzen Farbtönen allein erzeugt werden können.

Der Prozessfarbendruck ist kostenintensiver als der Spotfarbendruck, da der Druckaufwand größer ist. Wenn Ihre Veröffentlichung aber Farbfotografien enthält, sollten Sie sich für dieses Druckverfahren entscheiden.

Seite 8 von 28ZURÜCKWEITER