Halbtöne beruhen auf einer optischen Täuschung.
Die empfohlene Auflösung für eine Bitmapgrafik ist von der Häufigkeit des Linienrasters abhängig, das bei der digitalen Erstellung der Halbtöne verwendet wird.
Mit Halbtönen werden Bilder mit regelmäßiger Farbgebung auf Papier gedruckt, z. B. Fotografien und Farbübergänge. Halbtöne bestehen aus kleinen Punkten, deren jeweilige Größe von der Dunkel- bzw. Helligkeit des dargestellten Bildbereichs abhängt. Für dunklere Bereiche werden größere Punkte, für hellere Bereiche kleinere Punkte verwendet.
Die Häufigkeit des Linienrasters ist die Anzahl der Halbtonpunkte in einem Zoll oder Zentimeter auf einer Geraden. Das Maßeinheit dafür ist lpi (Lines per Inch, Linien pro Zoll) oder lpc (Lines per Centimeter, Linien pro Zentimeter). Je größer die Häufigkeit des Linienrasters, desto detaillierter ist das gedruckte Bild. In der Regel wird beim Drucken mit Linienrastern eine der folgenden Kategorien verwendet:
- Zeitungen und Rundbriefe zwischen 90 und 100 lpi
- Broschüren und Magazine zwischen 133 und 175 lpi
- Bildbände und Magazine zwischen 150 und 200 lpi
Wenn die Druckerei aus einem digitalen Bild eine digitale Halbtondarstellung erzeugt, muss die Auflösung des Bildes so hoch sein, dass die Halbtondarstellung mit der angegebenen Häufigkeit des Linienrasters erzeugt werden kann. Als allgemeine Regel hierfür gilt, dass die Auflösung doppelt so groß wie die Häufigkeit des Linienrasters sein muss. Das bedeutet, dass bei einer Häufigkeit des Linienrasters von 110 lpi die Auflösung der Bitmapgrafik mindestens 220 ppi betragen muss.
Liegt die verwendete Auflösung unter dem empfohlenen Wert, sieht die gedruckte Darstellung pixelig aus, insbesondere wenn die Abweichung relativ groß ist.