Hinzufügen von Inhalt zu einem eDiscovery-Fall und temporäres Sperren von Quellen

Inhalt, der Bestandteil eines eDiscovery-Falls ist, beispielsweise mögliche Beweismittel für Rechtsstreitigkeiten, Prüfungen oder Untersuchungen, kann in einem eDiscovery-Satz verwaltet werden. Jeder Fall kann mehrere eDiscovery-Sätze enthalten. Sie können den enthaltenen Quellinhalt auch filtern, z. B. nach Autor oder Absender, nach Datumsbereich oder nach Suchstichwörtern.

Wenn eine Inhaltsquelle Teil eines Falls ist, können Sie sie temporär sperren, sodass eine Kopie erhalten bleibt. Dies umfasst SharePoint-Websites, -Dokumente und -Seiten, durchsuchbare Dateifreigaben und Exchange-Postfächer. Wenn Inhalte temporär gesperrt werden, stehen sie weiterhin für die weitere Bearbeitung zur Verfügung. Inhalte, die über Richtlinien gesteuert werden, werden durch die temporäre Sperrung nicht ungültig.

Nachdem Sie Inhaltsquellen definiert haben, können Sie Abfragen ausführen und den Inhalt exportieren, um Ihn Behörden auszuhändigen. Der exportierte Inhalt enthält eine Ladedatei, die auf dem EDRM-Standard (Electronic Discovery Reference Model) basiert.

 Hinweis    Sobald Sie einem eDiscovery-Fall Inhaltsquellen oder Abfragen hinzugefügt haben, wird das Ändern der regionalen Einstellungen für die Website nicht mehr unterstützt.

Erstellen eines eDiscovery-Satzes zum Verwalten von Inhaltsquellen

Mit diesem Verfahren werden ein eDiscovery-Satz erstellt und diesem Inhaltsquellen hinzugefügt. Um ebenfalls Inhalt temporär zu sperren, führen Sie das folgende Verfahren aus: Temporäres Sperren von Inhaltsquellen.

Hinzufügen und Verwalten von eDiscovery-Quellen

 Hinweis    Um Quellen in einen Fall einbeziehen zu können, müssen Sie zuerst vom SharePoint-Suchdienst indiziert werden. Weitere Informationen erhalten Sie von der Person, die für die einzubeziehenden Websites und Postfächer verantwortlich ist.

  1. Wenn Ihr Fall noch nicht geöffnet ist, klicken Sie in einem eDiscovery-Center auf Fälle, und klicken Sie dann auf den Fall, dem Sie Inhaltsquellen hinzufügen möchten.
  2. Klicken Sie unter eDiscovery-Sätze auf Neues Element.
  3. Geben Sie einen Namen für den eDiscovery-Satz ein, z. B. Geschäftsleitung Schriftverkehr.
  4. Klicken Sie neben Quellen auf Quellen hinzufügen & verwalten.
  5. Geben Sie den dem daraufhin angezeigten Dialogfeld unter Postfächer die Kontonamen oder E-Mail-Adressen der Exchange-Postfächer ein, die Sie in den Fall einbeziehen möchten.
  6. Geben Sie unter Speicherorte die URL oder Dateifreigabeadresse der Inhalte ein, die Sie als Quelle verwenden möchten. Alle Inhalte, die Sie einbeziehen, müssen für Suchvorgänge indiziert sein.
  7. Klicken Sie auf Speichern.
  8. Geben Sie im Feld unter Filter die Schlüsselwörter ein, um die Quelle zu begrenzen.
  9. Geben Sie Anfangsdatum und Enddatum ein, um Inhalte auf einen Datumsbereich zu beschränken.
  10. Geben Sie Namen oder E-Mail-Adressen in das Feld Autor/Absender ein, um die Ergebnisse auf den Autor eines Dokuments bzw. Listenelements oder auf den Absender von E-Mail-Nachrichten zu beschränken.
  11. Geben Sie den Namen einer Exchange-Domäne in das Feld Domäne ein, um die Ergebnisse auf eine bestimmte Domäne zu beschränken.
  12. Klicken Sie auf die Schaltfläche Filter anwenden.
  13. Klicken Sie auf Vorschau Ergebnisse, um zu überprüfen, ob Sie die richtigen Inhalte ausgewählt haben.
  14. Klicken Sie auf Speichern.

 Hinweis    Sie können Inhaltsquellen hinzufügen und entfernen, nachdem Sie einen eDiscovery-Satz erstellt haben. Um eine Liste der Inhaltsquellen in einem eDiscovery-Satz anzuzeigen, klicken Sie auf Quellen.

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Temporäres Sperren von Inhaltsquellen

 Hinweis    Um Quellen in einen Fall einbeziehen zu können, müssen Sie zuerst vom SharePoint-Suchdienst indiziert werden. Weitere Informationen erhalten Sie von der Person, die für die einzubeziehenden Websites und Postfächer verantwortlich ist.

  1. Wenn Ihr Fall noch nicht geöffnet ist, klicken Sie in einem eDiscovery-Center auf Fälle, und klicken Sie dann auf den Fall, in dem Sie eine temporäre Sperrung durchführen möchten.
  2. Klicken Sie unter eDiscovery-Sätze auf Neues Element.
  3. Geben Sie einen Namen für den eDiscovery-Satz ein, z. B. Geschäftsleitung Schriftverkehr.
  4. Klicken Sie neben Quellen auf Quellen hinzufügen & verwalten.
  5. Geben Sie den dem daraufhin angezeigten Dialogfeld unter Postfächer die Kontonamen oder E-Mail-Adressen der Exchange-Postfächer ein, die Sie in den Fall einbeziehen möchten.
  6. Geben Sie unter Speicherorte die URL oder Dateifreigabeadresse der Inhalte ein, die Sie als Quelle verwenden möchten. Alle Inhalte, die Sie einbeziehen, müssen für Suchvorgänge indiziert sein.
  7. Klicken Sie auf Speichern.
  8. Geben Sie im Feld unter Filter die Schlüsselwörter ein, um die Quelle zu begrenzen.
  9. Geben Sie Anfangsdatum und Enddatum ein, um Inhalte auf einen Datumsbereich zu beschränken.
  10. Geben Sie Namen oder E-Mail-Adressen in das Feld Autor/Absender ein, um die Ergebnisse auf den Autor eines Dokuments bzw. Listenelements oder auf den Absender von E-Mail-Nachrichten zu beschränken.
  11. Geben Sie den Namen einer Exchange-Domäne in das Feld Domäne ein, um die Ergebnisse auf eine bestimmte Domäne zu beschränken.
  12. Klicken Sie auf die Schaltfläche Filter anwenden.
  13. Klicken Sie auf Temporäre Inhaltssperrung aktivieren.
  14. Klicken Sie auf Vorschau der Ergebnisse anzeigen, um zu überprüfen, ob Sie die richtigen Inhalte ausgewählt haben.
  15. Klicken Sie auf Speichern.

 Hinweis    Klicken Sie auf Quellen, nachdem Sie Inhalte temporär gesperrt haben, um einer Liste der Inhaltsquellen anzuzeigen.

Aufheben der temporären Sperrung von Inhaltsquellen

  1. Wenn Ihr Fall noch nicht geöffnet ist, klicken Sie in einem eDiscovery-Center auf Fälle, und klicken Sie dann auf den Fall, in dem Sie eine temporäre Sperrung entfernen möchten.
  2. Klicken Sie auf eDiscovery-Sätze.
  3. Klicken Sie unter Quellen auf die Namen der Quellen, deren temporäre Sperrung Sie aufheben möchten. Daraufhin werden die Adressen der Speicherorte bzw. die Namen der Exchange-Postfächer aufgelistet.
  4. Klicken Sie auf Compliance-Archiv deaktivieren.

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Entfernen eines eDiscovery-Satzes aus einem Fall

  1. Wenn Ihr Fall noch nicht geöffnet ist, klicken Sie in einem eDiscovery-Center auf Fälle, und klicken Sie dann auf den Fall, in dem Sie einen eDiscovery-Satz entfernen möchten.
  2. Klicken Sie links neben den eDiscovery-Satz, um ihn auszuwählen, sodass ein Häkchen neben seinem Namen angezeigt wird.
  3. Klicken Sie auf die drei Punkte (), um Menü öffnen anzuzeigen.
  4. Klicken Sie auf Element löschen.
  5. Klicken Sie auf OK, wenn Sie aufgefordert werden, das Element in den Papierkorb zu verschieben.

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Weitere Informationen zum temporären Sperren

Die folgenden Inhalte können als Teil eines Falls temporär gesperrt werden:

  • Dokumente
  • Listen (einschließlich der Inhalte von Blogs und Wikis)
  • Seiten (einschließlich Hostseiten für Blogs und Wikis)
  • Exchange-Objekte, wie z. B. Aufgaben, Kalendereinträge, Kontakte, E-Mail-Nachrichten und Anlagen. Wenn Microsoft Lync-Unterhaltungen in Microsoft Exchange archiviert werden, werden sie ebenfalls berücksichtigt.
  • Inhalte auf Dateifreigaben, die von einer Suche durchforstet wurden

Wird der Inhalt einer SharePoint-Website temporär gesperrt, wird ein permanentes Dokumentarchiv erstellt, sofern noch keines vorhanden ist. Die Benutzer können weiterhin mit dem Inhalt arbeiten. Allerdings wird eine Kopie des Inhalts zum Zeitpunkt der temporären Sperre archiviert, wenn Benutzer den Inhalt ändern.

Das Archiv ist für normale Benutzer mit normalen Berechtigungen nicht sichtbar, sodass diese eventuell nicht einmal wissen, dass der Inhalt temporär gesperrt wurde. Nur Benutzer mit Berechtigungen auf Webanwendungsebene oder Benutzer mit speziellen Berechtigungen können das permanente Dokumentarchiv anzeigen.

Wenn ein Benutzer versucht, Inhalt in einer temporär gesperrten Website zu ändern oder zu löschen, überprüft SharePoint zuerst, ob der Inhalt nach der temporären Sperrung geändert wurde. Wenn es sich um die erste Änderung nach der temporären Sperrung handelt, kopiert SharePoint den Inhalt in das permanente Dokumentarchiv. Anschließend kann der Benutzer den ursprünglichen Inhalt ändern oder löschen.

Die Version der Inhalte zum Zeitpunkt der temporären Sperrung ist die einzige Version, die beibehalten wird. Werden die Inhalte mehrmals geändert, nachdem die temporäre Sperrung aktiviert wurde, werden keine Zwischenversionen der Inhalte gespeichert, damit der Speicherplatz effizienter genutzt wird. Die meisten Inhalte einer Website ändern sich jedoch normalerweise nicht, und unveränderte Inhalte werden nicht in das permanente Dokumentarchiv kopiert.

Weitere Informationen zu eDiscovery

Weitere Informationen zu eDiscovery-Fällen finden Sie in folgenden Artikeln:

Szenario: eDiscovery in SharePoint Server 2013 und Exchange Server 2013

Planen und Verwalten von eDiscovery-Fällen

Suchen und Verwenden von Stichwörtern in eDiscovery

Erstellen und Ausführen von eDiscovery-Abfragen

Exportieren von eDiscovery-Inhalten und Erstellen von Berichten

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Zutreffend für:
SharePoint Online Enterprise (E3 und E4), SharePoint Server 2013 Enterprise