Wenn Sie eine Grafik aus einer Datei in eine Publikation einfügen, stehen verschiedene gängige Grafikdateiformate zur Auswahl, wie z. B. Bitmaps (Bitmap: Ein Bild, das aus einer Vielzahl kleiner Punkte besteht, die sich zu Formen und Linien zusammensetzen (ähnelt Diagrammpapier, auf dem einzelne kleine Quadrate ausgefüllt sind). Als Dateien gespeicherte Bitmaps haben in der Regel die Dateinamenerweiterung BMP.), gescannte Bilder und Fotos. Für einige dieser Grafikdateiformate müssen Sie beim Einfügen einer Grafik einen separaten Grafikfilter verwenden. Falls es nicht möglich ist, ein bestimmtes Grafikdateiformat einzufügen, können Sie die Grafikfilter installieren oder testen und erneut installieren.
Dateiformate, die keinen Grafikfilter erfordern
Es muss kein separater Grafikfilter installiert sein, um die folgenden Grafikdateiformate direkt in die Publikation einzufügen:
Graphics Interchange Format (GIF, GFA)
Der GIF-Filter (Graphics Interchange Format) (Gifimp32.flt) unterstützt die Dateiformatversionen GIF87a (einschließlich Zeilensprung) und GIF89a (einschließlich Zeilensprung und Transparenz).
Mit dem GIF-Filter wird nur das erste Bild einer GIF-Datei mit mehreren Bildern importiert.
Hinweise
- Sie benötigen den GIF-Filter nicht zum Importieren und Exportieren von GIF-Dateien oder zum Speichern einer Publikation, die GIF-Bilder als Webseite enthält (HTM oder HTML).
- Der GIF-Filter ist nicht zum Einfügen animierter GIF-Bilder in Publikationen erforderlich. Wenn Sie eine Publikation speichern, die ein animiertes GIF-Bild als Webseite enthält, bleibt die Animation erhalten. Bestimmte Bearbeitungsvorgänge (z. B. Zuschneiden oder Ändern von Füllung, Rahmen oder Schatten) sind für animierte GIF-Bilder nicht möglich. Nehmen Sie diese Änderungen in einem Bearbeitungsprogramm für animierte GIF-Grafiken vor, und fügen Sie die Datei anschließend wieder ein.
JPEG File Interchange Format (JPEG, JPG, JFIF, JPE)
Der JPEG-Grafikfilter (Joint Photographic Experts Group ) (Jpegim32.flt) unterstützt Version 6.0 von JFIF( JPEG File Interchange Format). Der Filter unterstützt CMYK-JPEG-Dateien (Cyan-Magenta-Yellow-Black).
JTIF-Dateien (JPEG Tagged Interchange Format) werden von diesem Filter nicht unterstützt.
Hinweis Der JPEG-Filter muss installiert sein, um eine JPEG-Datei aus dem Clip Organizer in eine Publikation einzufügen.
Microsoft Windows Bitmap (BMP, RLE, DIB, BMZ)
Der Windows Bitmap-Grafikfilter (Bmpimp32.flt) unterstützt Windows- und OS/2-Bitmaps, RLE-Bitmaps (Run Length Encoded) und DIB (Device-Independent Bitmaps).
Portable Network Graphics (PNG)
Der PNG-Filter (Portable Network Graphics) (Png32.flt) unterstützt das PNG-Format.
Tagged Image File Format (TIFF)
Der Grafikfilter Tagged Image File Format (TIF, TIFF) (Tagged Image File Format (TIFF): Ein tagbasiertes Grafikformat mit hoher Auflösung. TIFF wird für den universellen Austausch digitaler Grafiken verwendet.) (Tiffim32.flt) unterstützt alle Bildformate und Komprimierungen, die "TIFF Specification Revision 5.0 and 6.0, Part1: Baseline TIFF" entsprechen. Hierzu zählen Monochrom-, Graustufen-, Palettenfarbe- und RGB-Farbbilder. Der Filter verarbeitet einen einzelnen 8-Bit-Alphakanal, der mit einem RGB-Farbbild gespeichert wird. Außerdem unterstützt der TIFF-Filter die TIFF-Erweiterung für CMYK-Bilder.
Nur das erste Bild einer TIFF-Datei mit mehreren Bildern (Unterdateien) wird importiert.
Windows Enhanced Metafile (EMF)
Der EMF-Grafikfilter (Enhanced Metafile) (Emfimp32.flt) konvertiert EMF-Dateien (Enhanced Metafiles) in WMF-Dateien (Windows Metafiles).
Windows Metafile (WMF)
Der WMF-Grafikfilter (Windows Metafile) (Wmfimp32.flt) unterstützt das WMF-Format.Dateiformate, die einen Grafikfilter erfordern
Es muss ein Grafikfilter installiert sein, um die folgenden Grafikdateiformate direkt in die Publikation einzufügen:
Computer Graphics Metafile (CGM)
Der CGM-Grafikfilter (Computer Graphics Metafile) (Cgmimp32.flt) unterstützt Version 1 von CGM 1992. Der Filter verarbeitet alle drei Codierungen, interpretiert und unterstützt alle Elemente und verarbeitet alle gültigen CGM-Grafikdateien.
Die wichtigsten Branchenprofile von ATA (Air Transport Association) und CALS (Continuous Acquisition and Life Cycle Support) werden vom CGM-Filter vollständig unterstützt. Der Filter wurde in Tests, die vom National Institute of Standards and Technology (NIST) ausgeführt wurden, als ATA- und CALS-kompatibel zertifiziert.
Wenn Sie den Filter installieren, werden die folgenden Dateien installiert: Cgmimp32.flt, Cgmimp32.fnt, Cgmimp32.cfg und Cgmimp32.hlp.
Dieser Filter unterliegt folgender Einschränkung: CGM 1992, Version 2, 3 und 4, wird nicht unterstützt.
CorelDRAW (CDR)
Der CorelDRAW-Grafikfilter (Cdrimp32.flt) unterstützt CDR-, CDT-, CMX- und PAT-Dateien für CorelDRAW 3.0 bis 9.0.
Dieser Filter unterliegt folgenden Einschränkungen:
- Objekt- und PostScript-Strukturfüllungen werden durch einfarbige Graufüllungen ersetzt.
- Graduelle Füllungen werden in einfarbige Streifen unterteilt.
- Folgendes wird nicht unterstützt:
- CorelDRAW-Einstellungen, wie Seitengröße, Ausrichtung, Einheiten, Raster und Führungslinien
- Linsen und Powerclips
- Seiten, Layer und Gruppen
- OLE-Objekte
- Gedrehte Bitmaps
- Vektorfüllungen
- Text mit mehreren Absatzbereichen
Encapsulated PostScript (EPS)
Der EPS-Grafikfilter (Encapsulated PostScript) (Epsimp32.flt) unterstützt Adobe Systems Encapsulated PostScript Specification, Version 3.0 und früher. Dieser Filter unterstützt EPS-Grafiken von eingebetteten Tagged Image File Format (TIF, TIFF) (Tagged Image File Format (TIFF): Ein tagbasiertes Grafikformat mit hoher Auflösung. TIFF wird für den universellen Austausch digitaler Grafiken verwendet.)- und Windows Metafile (WMF)-Vorschauen.
Wenn eine EPS-Grafikdatei eine eingebettete TIFF- oder WMF-Vorschau enthält, wird auf dem Bildschirm eine Darstellung des Bilds angezeigt. Die Qualität der Vorschau hängt von der Auflösung des TIFF- oder WMF-Bilds ab, das beim Erstellen in die EPS-Datei eingebettet wird. Niedrige, mittlere und hohe Auflösungen sind im Allgemeinen für das Erstellen einer EPS-Datei verfügbar. Je höher die Auflösung der Vorschau ist, desto größer ist die EPS-Datei. Die Auflösung ist oft niedrig, da solche Vorschauen in erster Linie dazu gedacht sind, um Bilder auf der Seite zu positionieren. Eine hochauflösende Vorschau ist nicht erforderlich, da sie verworfen wird, wenn die EPS-Datei auf einem PostScript-Drucker gedruckt wird.
Wenn in der EPS-Grafik, die Sie importieren, keine eingebettete TIFF- oder WMF-Vorschau enthalten ist, wird anstelle einer Vorschau der Grafik in der Publikation eine Meldung angezeigt. Die Grafik wird jedoch auf einem PostScript-Drucker ordnungsgemäß gedruckt. Wenn Sie eine EPS-Grafik auf einem anderen als einem PostScript-Drucker drucken, wird die Vorschau so wie auf dem Bildschirm dargestellt gedruckt.
EPS-Grafiken sollten auf einem PostScript-Drucker gedruckt werden.
Macintosh PICT (PCT, PICT)
Der Macintosh PICT-Grafikfilter (Pictim32.flt) wird zum Importieren von Macintosh PICT-Grafiken verwendet. Benennen Sie die Macintosh PICT-Dateien in die Dateierweiterung PCT um, wenn Sie sie auf einen Computer mit Microsoft Windows kopieren, damit Microsoft Office für Windows die Dateien als PICT-Grafiken erkennt. Wenn Sie z. B. die Grafikdatei Pferd auf einem Macintosh verwenden, sollten Sie sie in Pferd.pct umbenennen, bevor Sie die Datei in eine Datei für Windows einfügen.
Compressed Macintosh PICT (PCZ)
Macintosh PCZ-Dateien werden vom Macintosh PICT-Grafikfilter (Pictim32.flt) zuerst dekomprimiert und dann importiert.
WordPerfect Graphics (WPG)
Der WordPerfect Graphics-Importfilter (Wpgimp32.flt) unterstützt WordPerfect Graphics, Version 1.0, 1.0e und 2.0, die WordPerfect, Version 6.x und früher, entsprechen. Für in DrawPerfect erstellte WPG-Grafiken ist der Grafikrahmen so groß wie der Bildschirm.
Dieser Filter unterliegt folgenden Einschränkungen:
- PostScript-Informationen gehen in Encapsulated PostScript-Grafiken verloren, die in WordPerfect Graphics-Dateien eingebettet werden.
- WordPerfect Graphics-Dateien mit großen, eingebetteten Bitmaps werden auf Computern, die die Mach Series-Videotreiber von ATI verwenden, möglicherweise nicht ordnungsgemäß angezeigt. Wenn Sie meinen, dass dieses Problem vorliegt, führen Sie Microsoft Windows Setup aus, und legen Sie die im Lieferumfang von Windows enthaltenen 8514/a-Treiber fest.
Installieren eines Grafikfilters
Wenn Sie einen benötigten Filter nicht installiert haben, als Sie Microsoft Office Publisher 2003 auf Ihrem Computer installierten, können Sie den Grafikfilter später hinzufügen.
Falls Sie Publisher von einem Netzwerk-Dateiserver oder einem freigegebenen Ordner installiert haben, müssen Sie diesen Speicherort zum Installieren oder Entfernen von Komponenten verwenden. Falls Sie Publisher von CD-ROM installiert haben und dem CD-ROM-Laufwerk seit der Installation von Publisher einen neuen Laufwerkbuchstaben zugeordnet haben, müssen Sie Publisher von der CD-ROM neu installieren. Wenn Sie Publisher von der CD-ROM ausführen, müssen Sie Publisher entfernen und dann erneut von der CD-ROM installieren.
- Beenden Sie alle Programme.
- Doppelklicken Sie in der Windows-Systemsteuerung auf Software.
- Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:
- Wenn Sie das Office-Programm im Rahmen von Microsoft Office installiert haben, klicken Sie unter Zurzeit installierte Programme auf Microsoft Office, und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Ändern.
- Wenn Sie das Office-Programm separat installiert haben, klicken Sie unter Zurzeit installierte Programme auf den Namen des Programms, und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Ändern.
- Wählen Sie im Dialogfeld Wartungsmodusoptionen die Option Features hinzufügen oder entfernen aus, und klicken Sie dann auf Weiter.
- Aktivieren Sie im Dialogfeld Benutzerdefinierte Installation das Kontrollkästchen Erweiterte Anpassung von Anwendungen, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
- Klicken Sie im Dialogfeld Erweiterte Anpassung auf das Pluszeichen (+) neben Gemeinsam genutzte Office-Features, klicken Sie auf das Pluszeichen (+) neben Konverter und Filter, und klicken Sie dann auf das Pluszeichen (+) neben Grafikfilter.
- Klicken Sie auf den Pfeil neben dem Filter, den Sie installieren möchten, und klicken Sie auf Von 'Arbeitsplatz' ausführen.
- Klicken Sie im Dialogfeld Erweiterte Anpassung auf Aktualisieren.
Hinweis Publisher unterstützt nicht Open Prepress Interface (OPI) für den Import oder Export verknüpfter Grafiken (Verknüpfte Grafik: Eine Grafik, die mit einer außerhalb der Publikation gespeicherten Grafikdatei hoher Auflösung verknüpft ist. Wenn die verknüpfte Grafik in einem Bildbearbeitungsprogramm geändert wird, kann die verknüpfte Grafik in der Publikationsdatei aktualisiert werden.).
Einfügen einer Grafik in Ihre Publikation
- Öffnen Sie die Publikation, der Sie eine Grafik hinzufügen möchten, oder erstellen Sie eine neue Publikation.
- Klicken Sie auf der Symbolleiste Objekte auf Grafikrahmen
, und klicken Sie dann auf Grafik aus Datei. - Ziehen Sie die Maus diagonal, bis der Grafikrahmen die gewünschte Größe besitzt.
- Suchen Sie im Dialogfeld Grafik einfügen den Ordner mit der Grafikdatei, die Sie einfügen möchten, und klicken Sie dann auf die Grafikdatei.
- Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:
- Wenn Sie das Bild einbetten möchten, klicken Sie auf Einfügen.
- Wenn Sie die Grafik mit der Bilddatei auf der Computerfestplatte verknüpfen möchten, klicken Sie auf den Pfeil neben Einfügen, und klicken Sie dann auf Mit Datei verknüpfen.
Problembehandlung beim Einfügen von Grafiken
Wenn beim Einfügen einer Grafik in einem der Dateiformate, die einen Filter erfordern, Probleme auftreten, ist möglicherweise nicht der richtige Grafikfilter im richtigen Ordner installiert, oder der Filter ist beschädigt. Grafikfilter werden als Dateien im Ordner C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Microsoft Shared\Grphflt gespeichert. Zusammen mit dem Grafikfilter werden auch Beispielgrafiken zum Testen der Filter installiert.
Testen eines Grafikfilters
Führen Sie folgende Aktionen aus, um einen Grafikfilter zu testen:
- Erstellen Sie eine leere Publikation, die nicht gespeichert werden muss.
- Klicken Sie auf der Symbolleiste Objekte auf Grafikrahmen
, und klicken Sie dann auf Grafik aus Datei. - Ziehen Sie die Maus diagonal, bis der Grafikrahmen die gewünschte Größe besitzt.
- Suchen Sie im Dialogfeld Grafik einfügen den Ordner C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Microsoft Shared\Grphflt.
- Doppelklicken Sie auf die Grafik für den Filter, den Sie testen möchten, wie z. B. Ms.tif.
Wenn das Testbild richtig eingefügt ist, liegt möglicherweise ein Problem mit der Grafik vor, die Sie einzufügen versuchen.
Wenn das Testbild nicht richtig eingefügt ist, liegt möglicherweise ein Problem mit dem Grafikfilter für dieses Grafikformat vor.
Erneutes Installieren eines Grafikfilters
Führen Sie folgende Aktionen aus, um einen Grafikfilter erneut zu installieren:
- Wechseln Sie zum Ordner C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Microsoft Shared\Grphflt, und benennen Sie die entsprechende Grafikfilterdatei um. Benennen Sie z. B. die CorelDRAW-Grafikfilterdatei (Cdrimp32.flt) in Cdrimp32.old um.
- Klicken Sie im Menü ? auf Erkennen und Reparieren.
Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Meine Verknüpfungen während der Überprüfung wiederherstellen aktiviert ist, um die Programmverknüpfungen im Menü Start von Windows wiederherzustellen.
- Klicken Sie auf Start.
Hinweise
- Mit dieser Vorgehensweise werden Probleme erkannt und repariert, wie z. B. fehlende Dateien und Registrierungseinstellungen, die allen installierten Microsoft Office-Programmen zugeordnet sind. Persönliche Dateien, wie z. B. Publikationen oder Dokumente, werden damit nicht repariert.
- Wenn das Problem mit dem Befehl Erkennen und Reparieren nicht behoben wird, müssen Sie möglicherweise Publisher neu installieren.