Tipps zum Vorbereiten der Publikation für den professionellen Druck

Wenn Sie Druckoptionen benötigen, die nicht auf Ihrem Desktopdrucker verfügbar sind, können Sie sich zum Drucken der Publikation an eine Druckerei wenden, bei der die Arbeit auf einem Offsetdrucker oder einem digitalen Drucker mit hoher Qualität reproduziert wird.

Dies ist z. B. der Fall, wenn Sie eine Publikation in größeren Mengen oder auf besonderem Papier (z. B. Pergament oder Karton) drucken möchten oder wenn Sie Optionen zum Binden, für den Beschnitt und für die Druckverarbeitung verwenden möchten.

Wenn Sie Hunderte oder gar Tausende von Kopien benötigen, kann die Publikation in einer Druckerei am wirtschaftlichsten und effizientesten gedruckt werden.

Microsoft Office Publisher 2007 verfügt über viele Features, die es Druckereien und Kopiershops erleichtern, die Publikation für den Druckprozess vorzubereiten. Die folgenden Tipps unterstützen Sie dabei, eine Publikation für den Druck durch eine Druckerei oder einen Kopiershop vorzubereiten.

Inhalt dieses Artikels


Tipp 1: Besprechen Sie das Projekt mit der Druckerei

Führen Sie noch während des Entwurfsprozesses mit der Druckerei ein Gespräch, um später Zeit und Geld zu sparen. Beschreiben Sie vor dem Projektstart das Projekt und die Ziele, und ermitteln Sie die Druckereianforderungen.

Vor dem Erstellen der Publikation sollten dabei die folgenden Punkte geklärt werden:

  • Erkundigen Sie sich, ob die Druckerei Publisher-Dateien annimmt. Ist dies nicht der Fall, erkundigen Sie sich nach anderen Methoden, um die Publikation in Druck zu geben. Die meisten Druckereien akzeptieren PostScript- oder PDF (PDF: Portable Document Format. Ein auf PostScript basierender elektronischer Dateityp. Die meisten Dokumente können als PDF-Dateien gespeichert und für andere Benutzer an einem beliebigen Computer freigegeben werden.)-Dateien und geben Anweisungen, wie die Publikation in derartige Dateien umgewandelt werden kann.
  • Teilen Sie der Druckerei die Druckanforderungen ihres Projekts mit. Hierzu zählen z. B. Druckumfang, Qualität, Papierart, Papierformat, empfohlenes Farbmodell, Bindung, Faltung, Beschnitt, Budget, Dateigrößenbeschränkungen und Abgabetermine. Es ist immer ratsam, zu fragen, ob die gewünschten Elemente zum Lagerbestand der Druckerei zählen.
  • Teilen Sie der Druckerei mit, ob die Publikation gescannte Grafiken enthält, und ob Sie diese selbst scannen oder ein professioneller Druckservice bzw. Dienstleister diese scannt.
  • Fragen Sie, ob Arbeitsschritte vor dem Druck ausgeführt werden müssen, wie z. B. Trapping und Bogenmontage.
  • Fragen Sie nach Empfehlungen, um Geld sparen zu können.

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Tipp 2: Verwenden Sie immer Office Publisher 2007 oder Publisher 2003

Die folgenden Tipps wurden speziell für Office Publisher 2007 und Microsoft Office Publisher 2003 verfasst. Office Publisher 2007 beinhaltet neue und verbesserte Features, die für die Verwendung durch professionelle Druckereien entwickelt wurden. Die Druckerei oder das Servicebüro wird Publikationen, die in Office Publisher 2007 oder Publisher 2003 erstellt wurden, eher vertrauen, als Publikationen früherer Versionen von Publisher.

Wenn Sie ältere Publikationen in Office Publisher 2007 öffnen, behält das Programm das Erscheinungsbild der älteren Dateien so weit wie möglich bei. Publikationen, die in älteren Versionen von Publisher erstellt wurden, verfügen jedoch manchmal über ein unerwartetes Erscheinungsbild, wenn sie in Office Publisher 2007 angezeigt werden.

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Tipp 3: Wählen Sie frühzeitig das Farbmodell aus

Bevor Sie viel Zeit für den Entwurf der Publikation aufwenden, entscheiden Sie, ob die Publikation in Farbe gedruckt werden soll. Wenn Sie die Publikation auf einem hochwertigen Digitalfarbdrucker drucken möchten, müssen Sie sich um die Farbe keine Gedanken machen. Digitalfarbdrucker geben Millionen von Farbtönen genauestens wieder. Wenn Sie die Publikation auf einem Offsetdrucker drucken möchten, stehen Ihnen verschiedene Farbmodelle zur Auswahl.

Offsetdrucken erfordert, dass professionelles Bedienpersonal den Druckauftrag einrichtet und ausführt. Allgemein gilt, dass jede Druckfarbe, die für den Druck der Publikation erforderlich ist, auch mehr Einrichtungsaufwand für das Bedienpersonal und damit mehr Kosten bedeutet. Die Anzahl der erforderlichen Druckfarben hängt von dem ausgewählten Farbmodell ab.

Bei der Vorbereitung des Farbdrucks Ihrer Publikation können Sie zwischen den folgenden Farbmodellen wählen:

  • Beliebige Farbe (RGB)
  • Einzelne Farbe
  • Spotfarben
  • Prozessfarben
  • Prozess- und Spotfarben

Beliebige Farbe

Wenn Sie mithilfe eines Digitalfarbdruckers drucken (z. B. ein Farbdesktopdrucker), verwenden Sie das RGB-Farbmodell (Rot, Grün, Blau). Beim Drucken einzelner Kopien ist dies das kostengünstigste Farbmodell. RGB-Farben verfügen über die höchste Variabilität aller Farbmodelle. Dies erschwert es jedoch auch, Farben in unterschiedlichen Druckaufträgen übereinstimmend zu drucken.

Einzelne Farbe

Bei Verwendung dieses Farbmodells werden sämtliche Elemente in der Publikation als Farbton einer einzelnen Druckfarbe (normalerweise schwarz) gedruckt. Dies ist das kostengünstigste Farbmodell für Offsetdruckmaschinen, da nur eine einzige Druckfarbe erforderlich ist.

Spotfarben

Bei Verwendung dieses Farbmodells, werden sämtliche Elemente in der Publikation als Farbton einer einzelnen Druckfarbe (normalerweise schwarz) und einem Farbton einer zusätzlichen Farbe, der Spotfarbe, gedruckt. Die Spotfarbe wird gewöhnlich zum Setzen von Akzenten verwendet. Publisher verwendet PANTONE®-Farben für Spotfarbenaufträge.

Dieses Farbmodell erfordert mindestens zwei Druckfarben und kann die Kosten für das Drucken mit einer Offset­druckmaschine pro zusätzlicher Druckfarbe erhöhen.

 Hinweis   In einigen Fällen kann das Drucken mithilfe von Spotfarben teurer sein als mithilfe von Prozessfarben. Dies ist in der Regel bei kurzfristigen Aufträgen der Fall.

Prozessfarben

Bei Verwendung dieses Farbmodells wird die Publikation im Vierfarbdruck durch Kombinieren variierender Prozentsätze der Prozessdruckfarben Zyan, Magenta, Gelb und Schwarz (Cyan, Magenta, Yellow, Key, CMYK) gedruckt. Obwohl Sie durch Kombination dieser Druckfarben eine fast vollständige Farbpalette erzielen können, können einige Farben nicht erzeugt werden. Das CMYK-Farbmodell kann z. B. keine metallischen Farben oder hoch gesättigte Farben produzieren.

Für den Druck mit Prozessfarben ist stets die Einrichtung der Druckmaschine für die vier CMYK-Druckfarben erforderlich. Zudem muss der Bediener über entsprechende Kenntnisse verfügen, um den Einfluss der einzelnen Druckfarben aufeinander abzustimmen. Dieser Vorgang wird als Registrierung bezeichnet. Durch diese Anforderungen liegen die Kosten für den Prozessfarbendruck höher als beim Spotfarbendruck.

Prozess- und Spotfarben

Hierbei handelt es sich um das kostenintensivste Farbmodell für den Druck, weil es das Drucken mit Prozessfarben (vier Druckfarben) mit einer oder mehreren Spotfarben kombiniert. Sie verwenden dieses Farbmodell nur, wenn Sie einen Vierfarbdruck und zusätzlich stark gesättigte oder metallische Farben wünschen, die mit CMYK nicht erzeugt werden können.

Auswählen eines Farbmodells

Wenn Sie in Microsoft Publisher ein Farbmodell auswählen, zeigt die Farbauswahl nur die Farben an, die für dieses Farbmodell verfügbar sind. Wenn Sie z. B. das Farbmodell auf Einzelne Farbe festlegen, können Sie nur Linien-, Füll- und Textfarben auswählen, die Sie mit dieser einzelnen Druckfarbe erzeugen können. Wenn Sie das Farbmodell auf Spotfarben festlegen, können Sie nur Linien-, Füll- und Textfarben auswählen, die mit den Spotdruckfarben erzielt werden können.

Führen Sie zum Auswählen des Farbmodells für die Publikation die folgenden Aktionen aus:

  1. Zeigen Sie im Menü Extras auf Tools für den professionellen Druck, und klicken Sie dann auf Farbdruck.
  2. Klicken Sie im Dialogfeld Farbdruck unter Alle Farben definieren als auf das Farbmodell, das Sie verwenden möchten.

Dialogfeld 'Farbdruck'

  1. Wenn Sie Spotfarben oder Prozessfarben und Spotfarben auswählen, können Sie auf die Schaltfläche Neue Druckfarbe klicken, um zusätzliche Spotfarben auszuwählen.
  2. Klicken Sie auf OK.

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Tipp 4: Stellen Sie sicher, dass die Publikationsseiten das richtige Format aufweisen

Bevor Sie die Publikation erstellen, sollten Sie entscheiden, welches Format die fertige, gedruckte Publikation besitzen soll. Befragen Sie hierzu in jedem Fall den beauftragten professionellen Druckservice.

Nachdem Sie die gewünschte Seitengröße bestimmt haben, legen Sie diese im Dialogfeld Seite einrichten fest.

Vergewissern Sie sich zu diesem Zeitpunkt genau, dass das Seitenformat, das Sie im Dialogfeld Seite einrichten auswählen, wirklich das gewünschte Format darstellt. Wenn Sie mit dem Entwurf der Publikation bereits begonnen haben, ist es schwierig, das Seitenformat noch zu ändern. Außerdem können in der Druckerei Schwierigkeiten auftreten, wenn die Publikation in einem anderen Seitenformat als dem ursprünglich festgelegten gedruckt werden soll.

Beachten Sie unbedingt, dass bei der Seiteneinrichtung und beim Druck das Seitenformat und Papierformat unterschieden werden müssen:

  • Das Seitenformat bezieht sich stets auf das Format der fertig gestellten Seite nach dem Beschneiden.
  • Das Papierformat bezieht sich stets auf das Format des Blatts, auf dem die Publikation vor dem Beschneiden gedruckt wird.

In vielen Fällen muss das Papierformat größer als das Seitenformat sein, um Beschnittzugaben (Beschnittzugaben: Der Umfang, in dem sich ein Bild über die gedruckte Seite hinaus erstreckt.) und Druckermarkierungen (Druckmarkierungen: Markierungen, die außerhalb des druckbaren Bereichs jeder Seite einer Publikation gedruckt werden. Druckmarkierungen erleichtern Ihnen oder der Druckerei das Zuschneiden, Ausrichten und die Farbkontrolle der Publikation.) zu ermöglichen oder um mehrere Seiten pro Blatt Papier zu drucken.

Wenn Sie zum Erstellen einer Broschüre auf einem einzelnen Blatt Papier mehrere Kopien oder Seiten drucken möchten, können Sie dies in Publisher problemlos erledigen.

 Tipp   Um die besten Ausschießungsergebnisse zu erzielen, sprechen Sie mit der Druckerei, bevor Sie die Publikation einrichten. Die Druckerei verwendet möglicherweise das Ausschießungsprogramm eines Drittanbieters, um die Publikation auszuschießen.

In den meisten Fällen sollten Sie unabhängig davon, ob Sie das Ausschießen verwenden, das Seitenformat auf das endgültige Format der Publikation festlegen.

  • Größe von Visitenkarten, Karteikarten und Postkarten    Wenn Sie auf einem einzelnen Blatt im Format Letter (21,59 cm x 27,94 cm) mehrere kleine Publikationen, z. B. Visitenkarten, drucken möchten, legen Sie das Format der Publikation auf das Format der Karten (5,08 cm x 8,89 cm bei Visitenkarten) und nicht auf das Format des zu bedruckenden Papiers fest. Im Dialogfeld Seite einrichten können Sie die Anzahl der Kopien festlegen, die pro Blatt gedruckt werden sollen.

AnzeigenSo wird's gemacht

  1. Klicken Sie in der Publikation im Menü Datei auf Seite einrichten, legen Sie das Seitenformat fest, und klicken Sie dann auf Erweitert.
  2. Klicken Sie im Dialogfeld Benutzerdefiniertes Seitenformat unter Layouttyp auf Mehrere Seiten pro Blatt oder eine andere geeignete Option.
  3. Geben Sie unter Optionen die gewünschten Werte für die Felder Seitenrand, Oberer Rand, Horizontaler Abstand und Vertikaler Abstand ein.
  4. Klicken Sie zweimal auf OK.

Je nach dem eingerichtete Papierformat und den eingegebenen Randwerten bringt Publisher auf der Seite so viele Kopien der Publikation wie möglich unter. Im Publikationsfenster wird weiterhin nur eine Kopie angezeigt, doch werden von Publisher mehrere Kopien der Publikation auf einem Blatt Papier gedruckt.

  • Größen von Faltbroschüren    Wenn die Publikation, z. B. eine dreifach gefaltete Broschüre oder eine Grußkarte, aus einem einzelnen, einmal oder mehrmals gefalteten Blatt Papier besteht, muss das Papierformat mit dem endgültigen Publikationsformat vor dem Falten übereinstimmen. Behandeln Sie nicht jede Klappseite der Broschüre als eigenständige Seite. Wenn die Publikation z. B. als dreifach zu faltende Broschüre auf Papier im Briefformat gedruckt wird, klicken Sie im Dialogfeld Seite einrichten auf das Seitenformat Letter.
  • Größen von Broschüren    Wenn die Publikation eine Broschüre mit mehreren gefalteten Seiten darstellt (z. B. ein Katalog oder eine Zeitschrift), muss das Seitenformat mit einer einzelnen Seite nach dem Falten übereinstimmen. Wenn das Seitenformat der Publikation z. B. 13,97 cm x 21,59 cm beträgt, können Sie diese Seiten nebeneinander auf beiden Seiten eines einzelnen Blatts Papier im Briefformat drucken. Die Broschürendruckfunktion in Publisher ordnet die Seiten so an, dass die Seitenzahlen beim Zusammenstellen und Falten der gedruckten Seiten in der richtigen Reihenfolge sind.

AnzeigenEinrichten einer Broschüre in Publisher

  1. Klicken Sie im Menü Datei auf Seite einrichten.
  2. Klicken Sie im rechten Aufgabenbereich auf Erweitert.
  3. Klicken Sie im Dialogfeld Benutzerdefiniertes Seitenformat unter Layouttyp auf Broschüre. Geben Sie unter Äußere Führungslinien die gewünschten Maße ein, und klicken Sie dann zweimal auf OK.
  4. Klicken Sie im Menü Datei auf Druckeinrichtung, und klicken Sie dann auf die Registerkarte Publikations- und Papiereinstellungen.
  5. Wählen Sie unter Druckoptionen die Option Broschüre, links gefaltet aus.
  6. Wählen Sie unter Papier das Papierformat aus, auf dem zwei Seiten nebeneinander gedruckt werden können. Klicken Sie unter Orientierung auf Querformat.
  7. Klicken Sie auf die Registerkarte Druckerdetails.
  8. Klicken Sie unter Druckername auf den Namen des Druckers, auf dem gedruckt werden soll. Wenn Sie nicht wissen, welche Art von Drucker oder Belichter in der Druckerei verwendet wird, können Sie diesen Schritt überspringen oder Ihren eigenen Drucker auswählen, um eine Testkopie zu drucken.
  9. Klicken Sie auf OK.

Die Druckerei wird überprüfen, ob die Drucker- und die Papiereinstellungen für das zum Drucken der Broschüre verwendete Gerät korrekt sind.

  • Komplexes Ausschießen    Beim Ausschießen wird manchmal eine große Anzahl von Seiten auf einem einzelnen Blatt gedruckt, das dann mehrmals gefaltet und auf drei Seiten beschnitten wird, um eine Gruppe fortlaufend nummerierter Seiten zu erzeugen. Diese Art des Ausschießens kann nur mit dem Ausschießprogramm eines Drittanbieters ausgeführt werden.

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Tipp 5: Ermöglichen Sie Beschnittzugaben

Wenn in der Publikation Elemente enthalten sind, die bis an den Seitenrand gedruckt werden sollen, müssen Sie diese mit Beschnittzugaben einrichten. Bei einer Beschnittzugabe reicht das Element über die Publikationsseite hinaus. Die Publikation wird auf einem Papierformat gedruckt, das größer als das endgültige Seitenformat ist, und anschließend beschnitten. Beschnittzugaben sind notwendig, weil die meisten Druckgeräte, einschließlich Offsetdruckmaschinen, nicht bis an den Papierrand drucken können und das Zuschneiden des Papiers einen dünnen weißen unbedruckten Rand hinterlässt.

Um in Publisher eine Beschnittzugabe zu erstellen, vergrößern Sie die Elemente, für die Sie Beschnittzugaben erstellen möchten, sodass diese um mindestens 0,32 cm über den Seitenrand ragen.

Publikation mit Beschnittzugaben

Wenn das Element eine in Publisher erstellte AutoForm ist, können Sie es problemlos strecken. Wenn die Form jedoch eine Grafik ist, müssen Sie vorsichtiger vorgehen, sodass die Proportionen der Grafik erhalten bleiben und kein wichtiger Teil der Grafik beim Zuschneiden der Seite verloren geht.

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Tipp 6: Vermeiden Sie synthetische Schriftarten

Schriftarten werden gewöhnlich mit unterschiedlichen Varianten entwickelt, um Variationen in der Schriftart zu bieten. Die Schriftart Times New Roman umfasst z. B. vier Varianten:

  • Times New Roman
  • Times New Roman Bold
  • Times New Roman Italic
  • Times New Roman Bold Italic

Um die Verwendung der Variationen zu vereinfachen, wenn Sie Text in Publisher fett oder kursiv formatieren, wendet Microsoft Windows die entsprechende Variante an, sofern diese verfügbar ist. Wenn Sie z. B. Text in der Schriftart Times New Roman markieren und dann auf der Formatsymbolleiste auf Fett klicken, ersetzt Windows die Schriftart Times New Roman durch Times New Roman Bold.

Es gibt viele Schriftarten, die keine eigenen Schriftschnitte für fett und kursiv formatierte Zeichen besitzen. Wenn Sie solchen Schriftarten eine fette oder kursive Formatierung zuweisen, erstellt Windows eine synthetische Version des entsprechenden Schriftschnitts. Zum Beispiel besitzt die Schriftart Comic Sans MS keine kursive Version. Wenn Sie Text in Comic Sans MS eine kursive Formatierung zuweisen, wird dieser in Windows kursiv angezeigt, da die Zeichen schräg gestellt werden.

Die meisten Desktopdrucker drucken synthetische Schriftschnitte wie erwartet. Auf qualitativ hochwertigen Druckgeräten, z. B. auf Belichtern, werden synthetische Schriften häufig jedoch nicht erwartungsgemäß gedruckt. Achten Sie daher darauf, dass die Publikation bei der Übergabe an die Druckerei keine synthetischen Schriftschnitte enthält.

Überprüfen der zu druckenden, separaten Schriftarten

Um sicherzustellen, dass keine synthetischen Schriftschnitte enthalten sind, müssen Sie wissen, welche Schriftarten Sie verwenden und welche Varianten von diesen als separate Schriftschnitte verfügbar sind. Sie können die in der Publikation verwendeten Schriftarten anzeigen, indem Sie die folgenden Aktionen ausführen:

  • Zeigen Sie im Menü Extras auf Tools für den professionellen Druck, und klicken Sie anschließend auf Schriftarten.

Im Dialogfeld Schriftarten werden alle in der Publikation verwendeten Schriftarten angezeigt.

Führen Sie die folgenden Aktionen aus, um anzuzeigen, welche Schriftschnittvarianten der Schriftarten als separate Schriftschnitte verfügbar sind:

  1. Klicken Sie im Startmenü auf Ausführen.
  2. Geben Sie im Dialogfeld Ausführen im Feld Öffnen die Zeichenfolge fonts ein, und klicken Sie dann auf OK.

Das Fenster Schriftarten wird geöffnet, und es wird eine Liste aller Schriftarten und Varianten angezeigt, die auf dem Computer installiert sind.

  1. Stellen Sie im Menü Ansicht sicher, dass die Option Schriftschnitte ausblenden deaktiviert ist, und klicken Sie dann auf Details.
  2. Überprüfen Sie, ob die in der Publikation verwendeten Schriftarten über separate Schriftschnitte für die verwendeten Varianten verfügen.

Wenn eine Schriftart nur mit einer Variante aufgeführt wird, sind für die Varianten fett, kursiv und fett kursiv keine eigenen Schriftschnitte verfügbar. Die meisten Schriftarten mit nur einem Schriftschnitt sind dekorative Schriftarten und wurden nicht für die Verwendung in anderen Varianten entwickelt.

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Tipp 7: Verwenden Sie keine Farbtöne für Text mit geringer Schriftgröße

Verwenden Sie bei farbigem Text mit kleiner Schriftgröße volltonige Spotfarben oder Farben, die durch die Kombination volltoniger Prozessfarben erzeugt werden können. Verwenden Sie keine Farbtöne.

In Publisher werden Farbtöne als Raster oder Prozentsatz einer volltonigen Druckfarbe gedruckt. Bei sehr naher Betrachtung erscheint das Raster als Muster von Punkten. Ein 50%iger Grünton wird z. B. als 50%iger Filter der Volltonfarbe Grün gedruckt.

Vergrößerter Text als Vollton und als Farbton

Wenn der als Farbton festgelegte Text eine geringe Schriftgröße aufweist, reichen die Punkte, die das Raster bilden, möglicherweise nicht aus, um die Form des Zeichens klar zu definieren. Der resultierende Text wird verschwommen oder gesprenkelt angezeigt und ist nur schwer lesbar. Wenn der Farbton aus einer Prozessfarbe (mithilfe mehrerer Druckfarben) erzeugt wird, ist die Registrierung der Druckfarben möglicherweise ungenau angeordnet. Hierdurch kann ein unscharfer Rand zum Text hinzugefügt werden.

Wenn Sie Text in geringen Schriftgrößen farbig formatieren möchten, verwenden Sie unbedingt Farben, die als Volltöne, nicht als Farbtöne gedruckt werden. Im Folgenden finden Sie einige mögliche Farboptionen:

  • Schwarz
  • Weiß
  • Zyan
  • Magenta
  • Gelb
  • Rot (100 % Magenta, 100 % Gelb)
  • Grün (100 % Zyan, 100 % Gelb)
  • Blau (100 % Zyan, 100 % Rot)
  • 100 % Farbton jeder Spotfarbe

 Hinweis   Bei Text in größeren Schriftgrößen, ab etwa 18 Punkt, stellen Farbtöne kein Problem dar. Besprechen Sie mit der Druckerei die Farbtöne, die Sie verwenden möchten.

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Tipp 8: Passen Sie die Größe digitaler Fotos und gescannter Bilder an

Grafiken, die mit einem Zeichenprogramm, einem Scanprogramm oder einer Digitalkamera erstellt wurden, bestehen aus einem Raster unterschiedlich gefärbter Quadrate, die als Pixel bezeichnet werden. Je mehr Pixel eine Grafik aufweist, desto mehr Details können darin angezeigt werden.

Die Auflösung eines Bilds wird in PPI (Pixel Per Inch, Pixel pro Zoll) ausgedrückt. Jede Grafik enthält eine begrenzte Anzahl von Pixeln. Beim Vergrößern einer Grafik wird die Auflösung verringert (geringerer PPI-Wert). Beim Verkleinern der Grafik wird die Auflösung vergrößert (höherer PPI-Wert).

Bei zu geringer Auflösung der Grafik wird diese grob gerastert angezeigt.

Wenn die Auflösung der Grafik größer ist als die vom Drucker zu druckende Auflösung (z. B. eine 800-PPI-Grafik auf einem 300-PPI-Drucker), benötigt der Drucker mehr Zeit zur Verarbeitung der Bilddaten, ohne den Druck tatsächlich detaillierter zu gestalten. Versuchen Sie, die Grafikauflösung der Auflösung des Druckers anzupassen.

Farbige Grafiken, die Sie in einer Druckerei drucken lassen möchten, sollten zwischen 200 und 300 PPI aufweisen. Die Grafiken können über eine höhere Auflösung (bis zu 800 PPI) verfügen, nicht aber über eine geringere Auflösung.

 Hinweis   Bisweilen werden Bildauflösungen in DPI (Dots Per Inch, Punkte pro Zoll) statt in PPI angegeben. Diese Abkürzungen werden häufig in der gleichen Bedeutung verwendet.

Effektive Auflösung

Eine Grafik umfasst dieselbe Menge an Informationen, unabhängig davon, ob Sie sie in der Publikation größer oder kleiner anzeigen lassen. Wenn Sie mehr Details in der Grafik anzeigen möchten, wenn diese vergrößert wird, müssen Sie mit einer Grafik beginnen, die über eine höhere effektive Auflösung verfügt.

Jede Grafik in der Publikation besitzt eine effektive Auflösung, in der die ursprüngliche Auflösung der Grafik und die Auswirkungen der Skalierung in Publisher berücksichtigt sind. Zum Beispiel besitzt eine Grafik mit einer ursprünglichen Auflösung von 300 PPI, die auf 200 % vergrößert wurde, eine effektive Auflösung von 150 PPI.

Führen Sie die folgenden Aktionen aus, um die effektive Auflösung eines Bilds in der Publikation zu ermitteln:

  1. Klicken Sie im Menü Extras auf Grafik-Manager.
  2. Klicken Sie im Aufgabenbereich Grafik-Manager unter Grafik auswählen auf den Pfeil neben der Grafik, und klicken Sie dann auf Details.
  3. Im Fenster Details zeigt das Feld Effektive Auflösung die Auflösung in DPI (Dots Per Inch, Punkte pro Zoll) an.

Reduzieren von Grafiken mit hoher Auflösung

Wenn nur einige Grafiken mit zu hoher Auflösung vorhanden sind, stellt deren Druck möglicherweise kein Problem dar. Wenn jedoch mehrere Grafiken mit hoher Auflösung vorhanden sind, erfolgt der Druck der Publikation bei Reduzierung der Grafikauflösungen effektiver.

 Wichtig   Bevor Sie die Auflösung der Grafiken reduzieren, wenden Sie sich an Ihren professionellen Druckservice, um die erforderliche Auflösung zu erfahren.

In Publisher können Sie die Auflösung von einer, mehreren oder allen Grafiken reduzieren, indem Sie diese komprimieren.

  1. Markieren Sie in Publisher eine oder mehrere Grafiken, deren Auflösung Sie reduzieren möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Grafiken, und klicken Sie dann auf Grafik formatieren.
  2. Klicken Sie im Dialogfeld Grafik formatieren auf die Registerkarte Grafik.
  3. Klicken Sie auf Komprimieren.
  4. Klicken Sie im Dialogfeld Grafiken komprimieren unter Zielausgabe auf Professioneller Druck.
  5. Wählen Sie unter Komprimierungseinstellungen jetzt übernehmen aus, ob alle Grafiken in der Publikation oder nur die ausgewählten Grafiken komprimiert werden sollen, und klicken Sie dann auf OK.
  6. Wenn eine Meldung mit der Frage angezeigt wird, ob Sie die Bildoptimierung übernehmen möchten, klicken Sie auf Ja.

Die ursprüngliche hohe Auflösung der Grafik bzw. Grafiken wird durch eine 300-PPI-Version derselben Grafik bzw. Grafiken ersetzt.

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Tipp 9: Verwenden Sie verknüpfte Grafiken

Beim Einfügen von Grafiken in die Publikation können Sie diese in die Publikation einbinden oder mit der Grafikdatei verknüpfen. Das Einfügen von Grafiken in die Publikation als Verknüpfungen reduziert die Dateigröße der Publikation. Zudem kann die Druckerei hierbei jede Grafik separat bearbeiten oder Farben für alle Grafiken in einem Stapel verwalten.

Achten Sie beim Einfügen verknüpfter Grafiken darauf, der Druckerei die Grafikdateien mit der Publikation auszuhändigen. Wenn Sie den Pack & Go-Assistenten verwenden, um die Publikation für den professionellen Druck vorzubereiten, werden die verknüpften Grafiken in die gepackte Datei eingeschlossen.

Das Bereitstellen einer Publikation mit verknüpften Grafiken ist besonders bei der Verwendung von EPS-Grafiken (Encapsulated PostScript) wichtig, da Sie Publisher-Grafiken nicht im EPS-Format speichern können. Die EPS-Grafik ist für den professionellen Druckservice nur verfügbar, wenn sie als separate, verknüpfte Datei bereitgestellt wird.

Führen Sie die folgenden Aktionen aus, um eine Grafik als Verknüpfung einzufügen:

  1. Zeigen Sie im Menü Einfügen auf Grafik, und klicken Sie dann auf Aus Datei.
  2. Suchen Sie im Dialogfeld Bild einfügen das gewünschte Bild, und klicken Sie darauf.
  3. Klicken Sie auf den Pfeil neben der Schaltfläche Einfügen, und klicken Sie dann auf Mit Datei verknüpfen.

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Tipp 10: Verwenden Sie bei der Vorbereitung der Publikationsdatei den Pack & Go-Assistenten

Der Pack & Go-Assistent packt eine Publikation und die dazugehörigen, verknüpften Dateien in eine einzelne komprimierte Datei, die an eine Druckerei geliefert werden kann. Bei der Verwendung des Pack & Go-Assistenten führt Publisher die folgenden Schritte aus:

 Hinweis   Eine PDF- oder XPS-Datei aus einem 2007 Microsoft® Office System-Programm kann erst nach der Installation eines Add-Ins gespeichert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Aktivieren der Unterstützung für andere Dateiformate wie PDF und XPS.

  • Kopieren der gepackten Datei auf ein Laufwerk Ihrer Wahl.

Ausführen des Pack & Go-Assistenten

  1. Zeigen Sie im Menü Datei auf Pack & Go, und klicken Sie dann auf An einen professionellen Druckservice übertragen.
  2. Wählen Sie im Aufgabenbereich Dienst für professionellen Druck übergeben aus der Liste Wie wird diese Publikation gedruckt? die gewünschte Option aus:

Wählen Sie die Option Professioneller Druck aus, wenn Sie einen Offsetdruckservice verwenden.

Wählen Sie Hohe Druckqualität aus, wenn Sie einen professionellen Kopiershop mit dem Druck beauftragen.

Wenn Sie die PDF-Einstellungen an die Einstellungen auf dem Zieldrucker anpassen möchten, klicken Sie auf Andere, und wählen Sie dann die gewünschten Einstellungen aus.

  1. Klicken Sie auf Druckoptionen.
  2. Führen Sie im Dialogfeld Druckoptionen alle erforderlichen Änderungen einschließlich Druckermarkierungen (Druckmarkierungen: Markierungen, die außerhalb des druckbaren Bereichs jeder Seite einer Publikation gedruckt werden. Druckmarkierungen erleichtern Ihnen oder der Druckerei das Zuschneiden, Ausrichten und die Farbkontrolle der Publikation.) aus, und klicken Sie dann auf OK.

Wenden Sie sich an den Druckservice, wenn Sie Optionen unter Druckermarkierungen auswählen müssen.

  1. Beheben Sie unter Zu korrigierendes Element auswählen alle Probleme, die Publisher identifiziert hat.
  2. Aktivieren Sie zum Erstellen einer PDF-Datei unter Exportieren das Kontrollkästchen PDF erstellen.

Sie können die Publikation als ZIP-Datei oder als PDF-Datei oder in beiden Formaten speichern. Das Speichern beider Formate ist standardmäßig aktiviert. Wenn Sie nicht sicher sind, welches Dateiformat der professionelle Druckservice bevorzugt, lassen Sie diese Option aktiviert.

  1. Klicken Sie auf Speichern.
  2. Wählen Sie im Pack & Go-Assistenten den Zielspeicherort aus, an den Sie die Datei exportieren möchten, und klicken Sie dann auf Weiter.

Wenn Sie mehrere Publikationen packen, speichern Sie jede gepackte Publikation in einem gesonderten Ordner. Andernfalls überschreibt der Pack & Go-Assistent alle bereits vorhandenen gepackten Publikationen.

Sie können die Datei auf Wechselmedien, einer Festplatte, einem externen Laufwerk oder einem Netzlaufwerk speichern.

AnzeigenSpeichern von Dateien auf Wechselmedien

Klicken Sie auf das entsprechende Laufwerk (in der Regel D: oder E: für Wechselmedien wie einer beschreibbaren CD oder einem USB-Flashlaufwerk), wenn Sie dem Druckservice Ihre Publikation auf einem Datenträger liefern.

AnzeigenSpeichern von Dateien auf einer Festplatte, einem externen Laufwerk oder einem Netzlaufwerk

Falls Sie Ihre Dateien auf einem externen Laufwerk, in einem Netzwerk oder auf der Festplatte eines Computers speichern, klicken Sie auf Durchsuchen, wählen Sie das gewünschte Laufwerk und den gewünschten Ordner aus, und klicken Sie dann auf OK.

Sie können die Datei später auf eine Website hochladen, wenn der professionelle Druckservice die Dateiübertragung im Web unterstützt.

  1. Aktivieren oder deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Farbprüfdruck drucken, und klicken Sie dann auf OK.

Das Kontrollkästchen Farbprüfdruck drucken ist standardmäßig aktiviert. Verwenden Sie den Farbprüfdruck, um eine gedruckte Version der Publikation zu überprüfen und mögliche Fehler zu identifizieren, bevor die Datei an die Druckerei gesendet wird. Wenn die Druckerei Fehler in der Datei behebt, steigen in der Regel die Druckkosten.

 Hinweis   Wenn Sie die Publikation bearbeiten, nachdem Sie die Dateien gepackt haben, müssen Sie den Pack & Go-Assistenten erneut ausführen, sodass die Änderungen in der an den professionellen Druckservice zu liefernden Publikationsversion enthalten sind.

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Zutreffend für:
Publisher 2010, Publisher 2007