Microsoft Office Online
Für Mein Office Online (Was ist das?) registrieren | Anmelden

 
 
Microsoft Office Project
Suchen
Suchen
 
 
 
 
Support und Feedback
Technische Ressourcen
Zusätzliche Ressourcen
Warnung: Sie haben diese Webseite mit einem nicht unterstützten Browser geöffnet. Diese Webseite wird am besten angezeigt, wenn Sie Microsoft Internet Explorer 6.0 oder höher, Firefox 1.5 oder Netscape Navigator 6.0 oder höher verwenden. Hier finden Sie weitere Informationen über unterstützte Browser.

DruckversionDruckversion Lesezeichen und FreigabeFreigabe
Andere Faktoren, die sich auf die Terminplanung von Vorgängen auswirken
 

Der kritische Weg, die Unterschiede zwischen geplanten, berechneten und wirklichen Terminen, negativer und positiver Zeitabstand und Stichtagstermine – alle diese Merkmale können Einfluss auf die Terminplanung von Microsoft Project nehmen.

Kritischer Weg

Während Sie Ihren Terminplan zusammenstellen, indem Sie Vorgänge und Dauern eingeben und Verknüpfungen zwischen Vorgängen und Einschränkungen festlegen, bildet sich eine Folge von Vorgängen heraus, die insgesamt den Endtermin des Projekts beeinflussen. Wenn sich bei irgendeinem dieser kritischen Vorgänge der Endtermin verzögert, wird sich auch der Endtermin des Projekts verzögern. Der Begriff "kritisch" impliziert nicht die Wichtigkeit eines Vorgangs. Ein Vorgang ist kritisch, weil er wie geplant stattfinden muss, damit das Projekt termingerecht endet. Kritische Vorgänge verfügen über keine Gesamtpufferzeit. Alle kritischen Vorgänge zusammengenommen bilden den so genannten kritischen Weg. Nach Abschluss eines kritischen Vorgangs wird dieser zu einem nichtkritischen Vorgang, da er den Abschluss zukünftiger Vorgänge nicht mehr beeinflussen kann.

Microsoft Project berechnet standardmäßig nur einen einzigen kritischen Weg. Allerdings haben Sie die Möglichkeit, kritische Wege für ein unabhängiges Netzwerk kritischer Vorgänge zu berechnen, so dass Sie mehr als einen kritischen Weg in einem Projekt darstellen können. Die Anzeige mehrerer kritischer Wege kann sich als nützlich erweisen, wenn es darum geht, verschiedene Phasen oder Meilensteine zu analysieren oder die Struktur von Teilprojekten zu untersuchen, die in Ihr Projekt eingefügt wurden.

Sie können die Kriterien, welche einen kritischen Vorgang definieren, insofern anpassen, als Sie festlegen können, wie wenig Pufferzeit er noch haben darf, bevor er als kritisch gilt. Dieser Wert lässt sich im Feld Vorgänge sind kritisch, falls Puffer kleiner oder gleich auf der Registerkarte Berechnen des Dialogfeldes Optionen (Menü Extras) setzen.

Wenn Sie die Terminplanung straffen müssen, sollten Sie Ihr Augenmerk auf kritische Vorgänge lenken. Wenn Sie Vorgänge finden, die auf denselben Zeitraum gelegt werden können, bietet sich als beste Möglichkeit zur Kürzung des kritischen Weges an, die Anordnungsbeziehung zu ändern. Wenn beispielsweise zwei Vorgänge zur selben Zeit beginnen können, lässt sich die Anordnungsbeziehung in eine Anfang-Anfang-Beziehung abändern. Und wenn Sie über zusätzliche Ressourcen verfügen, können Sie sie kritischen Vorgängen zuweisen und die Dauer dieser Vorgänge kürzen, indem Sie mehr Arbeit in weniger Zeit erledigen lassen.

Unterschiede zwischen geplanten, berechneten und wirklichen Terminen

Nachdem Sie alle zugehörigen Projektinformationen eingegeben haben und so weit sind, das Projekt zu starten, können Sie einen Basisplan festlegen und anfangen, den tatsächlichen Fortschritt der Vorgänge zu überwachen. Bei der Eingabe eines echten Anfangs- oder Endtermins aktualisiert Microsoft Project die für jenen Vorgang berechneten Termine in den Feldern Anfang und Ende. Änderungen an den aktuellen oder berechneten Terminen haben jedoch keine Auswirkungen auf die Anfangs- und Endtermine des Basisplans.

Wenn Sie Vorgänge aktualisieren oder ihre Fortschritte vermerken, berechnet Microsoft Project die Differenz zwischen den im Basisplan festgelegten Anfangsterminen eines Vorgangs und dessen berechneten Anfangsterminen und zeigt diese Differenz im Feld Abweichung Anfang an. Eine solche Abweichung wird auch zwischen den Endterminen des Basisplans und den berechneten Endterminen ermittelt und im Feld Abweichung Ende angezeigt. Nach dem Abschluss von Vorgängen wird die Abweichung zwischen den Anfangs- und Endterminen des Basisplans und den tatsächlichen Anfangs- und Endterminen berechnet.

Falls Änderungen, die Sie an Vorgängen vorgenommen haben, sich auf die Anfangs- und Endtermine dieser Vorgänge oder auf die Anfangs- und Endtermine der Nachfolger auswirken, werden die neuen Termine als berechnete Anfangs- und Endtermine bewertet. Berechnete Anfangs- und Endtermine zeigen den aktuellen Status des Projekts als Ergebnis der von Ihnen vorgenommenen Änderungen.

Es ist auch möglich, Basisplantermine, berechnete und tatsächliche Termine mit Terminen eines Zwischenplans zu vergleichen, wenn Sie die Fortschritte Ihres Projekts schrittweise beobachten möchten.

Negativer und positiver Zeitabstand

Gelegentlich müssen Sie in Ihrem Projekt ein komplexeres Verhältnis als nur eine einfache Anordnungsbeziehung modellieren. Sie können einen positiven Zeitabstand eingeben, um eine Verzögerung für den Nachfolger einer Anordnungsbeziehung darzustellen. Sind beispielsweise zwei Vorgänge durch eine Ende-Anfang-Beziehung miteinander verknüpft, können Sie einen positiven Zeitabstand zwischen dem Ende des Vorgängers und dem Beginn des Nachfolgers eingeben. In einer Situation mit den zwei Vorgängen "Wand streichen" und "Bilder aufhängen" benötigen Sie einen zeitliche Verzögerung zwischen dem Ende von "Wand streichen" und dem Anfang von "Bilder aufhängen", damit die Farbe trocknen kann. Der positive Zeitabstand kann als Dauer eingegeben werden, beispielsweise 1t, oder als Prozentsatz der Dauer des Vorgängers, beispielsweise 25%. Wenn der Vorgänger z. B. eine Dauer von 4 Tagen hat, würde die Eingabe von 1t oder 25% jeweils zu einer eintägigen Verzögerung zwischen den beiden Vorgängen führen.

Negativer Zeitabstand bedeutet das Überlappen zweier Vorgänge. Unabhängig von der Art der Anordnungsbeziehung beginnt der Nachfolger, bevor sein Vorgänger endet. Das Hinzufügen eines negativen Zeitabstands kann sich als nützlich erweisen, wenn Sie einem Nachfolger-Vorgang eine zeitliche Vorgabe zuordnen möchten. Negativer Zeitabstand wird als positiver Zeitabstand mit negativem Vorzeichen eingegeben, beispielsweise durch -1t oder -25%. Sind beispielsweise zwei Vorgänge ("Mauern errichten" und "Mauern verputzen") durch eine Ende-Anfang-Beziehung miteinander verknüpft, können Sie einen negativen Zeitabstand benutzen, um "Mauern verputzen" zu starten, wenn "Mauern errichten" zur Hälfte erledigt ist.

Als Zeiteinheit für die Dauer eines positiven oder negativen Zeitabstands kann jedes beliebige Maß genommen werden: Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate, fortlaufende Minuten, fortlaufende Stunden, fortlaufende Tage, fortlaufende Wochen und fortlaufende Monate.

Stichtage

Stichtage wirken sich gewöhnlich nicht auf die Terminplanung für Vorgänge aus. Stichtage werden benutzt, um ein Zieldatum anzugeben, das Sie nicht außer Acht lassen möchten, wofür Sie aber keine Vorgangseinschränkung festlegen müssen, die sich auf die Terminplanung auswirken würde, wenn Vorgängervorgänge sich änderten. Ein Vorgang mit einem Stichtag wird genau wie jeder andere Vorgang geplant, aber wenn ein solcher Vorgang nach seinem Stichtag terminiert, zeigt Microsoft Project einen Vorgangsindikator an, der Ihnen mitteilt, dass der Vorgang seinen Stichtag verfehlt hat.

Stichtage können sich auf die Gesamtpufferzeit von Vorgängen auswirken. Wenn Sie einen Stichtag eingeben, der zeitlich vor dem Ende der Gesamtpufferzeit des Vorgangs liegt, wird die Gesamtpufferzeit unter Verwendung des Stichtagdatums an Stelle des spätesten Endtermins des Vorgangs neu berechnet. Der Vorgang wird zu einem kritischen Vorgang, falls die neu berechnete Gesamtpufferzeit gleich Null ist.

Stichtage können sowohl für Sammelvorgänge als auch für einzelne Vorgänge festgelegt werden. Wenn der Stichtag eines Sammelvorgangs mit einem der Teilvorgänge in Konflikt gerät, signalisiert der Stichtagsindikator einen von einem der Teilvorgänge verfehlten Stichtag.

Aber Stichtage können die Terminplanung von Vorgängen beeinflussen, wenn Sie einen Stichtag für einen Vorgang festlegen, für den eine So-spät-wie-möglich-Einschränkung gilt. Die Terminplanung setzt für einen solchen Vorgang den Stichtag als Endtermin fest, obwohl der Vorgang durchaus nach seinem Stichtag terminieren könnte, wenn seine Vorgänger sich verzögern sollten.

Anzeige