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Integrieren von Materialressourcen in Microsoft Project 2000
 

Jetzt können Sie in Microsoft Project 2000 Materialressourcen identifizieren und sie Vorgängen in Projekten zuordnen. Materialressourcen sind Hilfs- und Betriebsstoffe, Grundstoffe und andere Verbrauchsgüter, die zur Erledigung von Vorgängen in einem Projekt eingesetzt werden. Dazu gehören z. B. Beton, Stahl, Rohre, Holz und Glas. Materialressourcen sind von Arbeitsressourcen, wie Mitarbeitern und Sachmitteln, zu unterscheiden. Arbeitsressourcen wenden zur Durchführung von Vorgängen eher Zeit als Material auf.

Bei der Einrichtung einer Materialressource geben Sie an, dass es sich um eine Material- und nicht um eine Arbeitsressource handelt. Außerdem definieren Sie die Materialbeschriftung oder die Maßeinheit für das Material. Beschriftungen sind z. B. "Kubikmeter", "Tonnen" und "Kisten".

Wenn Sie einem Vorgang eine Materialressource zuordnen, geben Sie den Materialverbrauch für die Zuordnung an, z. B. 10 Tonnen Stahl für eine bestimmte Zuordnung. Außerdem können Sie festlegen, ob der Materialverbrauch auf die Zeit bezogen ist (variabler Materialverbrauch) oder nicht (konstanter oder fester Materialverbrauch).

Materialressourcen unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht von Arbeitsressourcen:

  • Die Felder für den Überstundensatz und die Arbeitsgruppe sind deaktiviert.
  • Die verfügbaren Einheiten können nicht angegeben werden.
  • Materialressourcen werden nicht abgeglichen.
  • Materialressourcen verwenden keine Ressourcenkalender.
  • Die Kosten pro Einsatz werden anders ermittelt als für Arbeitsressourcen.

Verwenden von Zuordnungseinheiten für Materialressourcen

Für Materialressourcen gibt das Feld Einheiten (bzw. Zuordnungseinheiten) die Materialverbrauchsrate an, d. h. die Zahl oder die Rate an Materialeinheiten, die für die Zuordnung eingesetzt werden. Es werden zwei Arten von Materialzuordnungseinheiten unterschieden: fest und variabel.

Ein fester Materialverbrauch bedeutet, dass, unabhängig von der Dauer des Vorgangs, die Menge der eingesetzten Materialien immer gleich bleibt.

Variabler Materialverbrauch bedeutet, dass sich die eingesetzte Materialmenge proportional zur Änderung der Dauer des Vorgangs ändert. Bei variablem Materialverbrauch erhält die Materialbeschriftung im Feld für die Zuordnungseinheiten eine Zeiteinheit. Der Wert für die Zuordnungseinheiten wäre bei festem Stahlverbrauch beispielsweise "Tonnen", ein variabler Verbrauch würde hingegen in "Tonnen/Tag" oder "Tonnen/t" angegeben. Zeiteinheiten und Abkürzungen werden wie für andere Zeitangaben auch angegeben: in Minuten, Stunden, Tagen, Wochen oder Monaten.

Beispiel: Bei einer Zuordnungseinheit für Stahl von 80 Tonnen/Tag bei einem zweitägigen Vorgang beträgt der Gesamtverbrauch (entspricht dem Wert für die Materialarbeit) 160 Tonnen.

Zuordnungseinheiten für Arbeitsressourcen können als Prozentsätze oder Dezimalzahlen angegeben werden. Der Materialressourcenverbrauch wird jedoch immer als Dezimalzahl angegeben.

Eingeben von Materialkosten

Ein schneller Weg zum Eingeben von Materialressourcen und ihren Kosten ist die Ressourcentabelle.

  1. Klicken Sie im Menü Ansicht auf Ressource: Tabelle.
  2. Zeigen Sie im Menü Ansicht auf Tabelle, und klicken Sie auf Eingabe.
  3. Wählen Sie im Feld Ressourcenname eine Materialressource aus, oder geben Sie einen Namen für eine neue Materialressource ein.
  4. Um eine neue Materialressource einzugeben, klicken Sie im Feld Art auf Material.
  5. Geben Sie für neue Materialressourcen außerdem im Feld Materialbeschriftung eine Maßeinheit an.
  6. Um die Materialkosten zu verfolgen, geben Sie im Feld Standardsatz einen Satz ein.

Anpassen von Materialressourcenzuordnungen

Sie können den Materialeinsatz und den Materialverbrauchssatz für Materialressourcen anpassen, indem Sie die Arbeit und die Einheiten ändern. Außerdem können Sie ein Profil des Materialeinsatzes erstellen und Anfangs- sowie Endtermine für die Zuordnung festlegen.

Beim Zuordnen der Ressource zu einem Vorgang legen Sie auch die Zuordnungseinheiten fest. Bei Materialressourcen handelt es sich bei den Einheiten um den Umfang oder den Satz des Materialverbrauchs. Die den Materialressourcen zugeordneten Einheiten geben die Materialmenge an, die zur Durchführung des Vorgangs verbraucht werden soll. Sie werden mit der Maßeinheit oder der Beschriftung angegeben, die Sie für die Materialressource eingegeben haben (z. B. 20 Tonnen oder 5 Kubikmeter). Bei variablem Materialverbrauch geben Sie den Satz im Feld Einheiten an. Beispiel: Werden in jeder Woche für den Vorgang 10 Tonnen Stahl benötigt, geben Sie 10/Woche als Zuordnungseinheit ein. Bei festem Materialressourcenverbrauch müssen Sie nur die Gesamtmenge des benötigten Materials und keine Zeiteinheit eingeben. Beispiel: Werden unabhängig von einer Verlängerung oder Verkürzung des Vorgangs 40 Kubikmeter Erde benötigt, geben Sie 40 ein.

Wenn Sie einem Vorgang eine Materialressource zuordnen, wird die für die Zuordnung erforderliche Arbeit automatisch berechnet. Bei Materialien entspricht die Arbeit dem Gesamtmaterialeinsatz. Wie der Gesamtmaterialeinsatz berechnet wird, hängt davon ab, ob es sich um festen oder variablen Materialverbrauch handelt. Bei festem Verbrauch entspricht der Gesamtmaterialeinsatz dem Wert der Einheiten. Beispiel: Bei einem Wert von 20 Kisten für die Zuordnungseinheiten eines Vorgangs lautet der Wert für die Arbeit ebenfalls 20 Kisten. Bei variablem Verbrauch gibt der Gesamtmaterialeinsatz hingegen die Gesamtmenge Material an, die während der Dauer des Vorgangs eingesetzt wird. Beispiel: Bei einem Wert von 20 Kisten pro Tag für die Zuordnungseinheiten eines Vorgangs und einer Vorgangsdauer von 4 Tagen ergibt sich für die Arbeit der Wert 80 Kisten.

Zusätzlich zur Änderung der Gesamtarbeit (Materialeinsatz) für einen Vorgang können Sie ein Profil für den Materialeinsatz erstellen, d. h. Sie können anpassen, wie viel des Gesamtmaterials im Verlauf der Zuordnung verbraucht werden soll. Mit vordefinierten Profilen können Sie u. a. einen stufenweisen Anstieg, eine stufenweise Abnahme oder eine Kombination aus beidem festlegen. Der Gesamtmaterialeinsatz für die Zuordnung wird dann gemäß dem Profil über die Vorgangsdauer verteilt. Sie können auch eigene Arbeitsprofile erstellen.

Weichen die Anfangs- und Endtermine für die Ressourcenzuordnung von den Terminen für den Vorgang ab, können Sie sie im Dialogfeld Informationen zur Zuordnung anpassen.

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