Zu Diagnosezwecken enthält Microsoft Outlook eine Option, die zum Aktivieren der Protokollierung bestimmter Features in Outlook dient. Diese Protokollierungen können für Callcenter-Mitarbeiter bei der Behandlung von Problemen bei der Nachrichtenübertragung zwischen Outlook und E-Mail-Servern von Nutzen sein.
Inhalt dieses Artikels
Welche Informationen werden bei der Protokollierung aufgezeichnet?
Die in Outlook enthaltene Protokollierungsoption protokolliert die folgenden Features:
- Änderungen im Kalender
- Änderungen der Frei/Gebucht-Zeit
- Erinnerungen
- Offlineadressbuch
- Transaktionen für Messaging Application Programming Interface (MAPI), die mit Microsoft Exchange, Post Office Protocol (POP3) (POP3: Ein häufig verwendetes Protokoll, mit dem E-Mail-Nachrichten von einem Internet-E-Mail-Server abgerufen werden.), Internet Message Access Protocol (IMAP) (IMAP (Internet Message Access Protocol): Im Gegensatz zu Internet-E-Mail-Protokollen, wie beispielsweise POP3, die nur einen Serverordner vom Typ "Posteingang" unterstützen, ermöglicht IMAP das Erstellen mehrerer Serverordner zum Speichern und Organisieren von Nachrichten, auf die Sie von mehreren Computern aus zugreifen können.), Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) (Simple Mail Transfer Protocol (SMTP): Ein häufig verwendetes Protokoll, mit dem E-Mail-Nachrichten im Internet gesendet werden.) und Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) (Lightweight Directory Access Protocol (LDAP): Ein Protokoll, das Zugang zu Internetverzeichnissen bietet.) verwendet werden.
Microsoft Support verwendet die protokollierten Diagnoseinformationen beispielsweise zur Problemerkennung. Einige der Diagnosedaten können auch für E-Mail-Serveradministratoren bei der Behandlung von Problemen mit E-Mail-Nachrichten von Nutzen sein. Bei aktivierter Protokollierung wird in der Titelleiste von Outlook Protokollierung aktiviert angezeigt. Dadurch sollen Sie daran erinnert werden, die Protokollierung nicht unnötig aktiviert zu lassen.
Die Kommunikation mit Exchange-, POP3-, SMTP- und IMAP-Servern kann protokolliert werden. Die Protokolle sind im Nur-Text-Format und nicht verschlüsselt.
Kalendertransaktionen, die durch Outlook-Features, Benutzeraktionen, vom Objektmodell oder von der MAPI-Kalendertabelle generiert werden, werden in eine Protokolldatei geschrieben. Die Protokolldatei enthält Informationen zu folgenden Elementen und Vorgängen:
- Sniffer-Programm (Automatische Bearbeitung des Posteingangs)
- Veröffentlichen der Frei/Gebucht-Zeiten
- Erinnerungen
- Aktionen im Zusammenhang mit Kalenderelementen (Erstellen, Ändern oder Löschen)
- Ressourcenbuchung
Die Hauptfunktion des Kalenderprotokollierungsfeatures besteht im schnellen Erfassen von Situationen, in denen beispielsweise Besprechungen aus unbekanntem Grund aus einem Kalenderordner gelöscht werden. Aus Datenschutzgründen handelt es sich bei der Kalenderprotokolldatei um eine Binärdatei, die vor dem Lesen konvertiert werden muss. Wenden Sie sich an Microsoft Services, um zusätzliche Informationen zu diesem Vorgang zu erhalten.
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Aktivieren oder Deaktivieren der Protokollierung
- Klicken Sie auf die Registerkarte Datei.
- Klicken Sie unter Outlook auf Optionen.
- Klicken Sie auf Erweitert.
- Aktivieren oder Deaktivieren Sie unter Andere das Kontrollkästchen Protokollierung der Problembehandlung aktivieren (erfordert einen Neustart von Outlook).
- Starten Sie Outlook neu.
Nach dem Neustart von Outlook wird in der Titelleiste (Protokollierung aktiviert) angezeigt, sofern das Protokollierungsfeature aktiviert ist.
Wichtig Deaktivieren Sie nach Beenden der Problembehandlung die Protokollierung wieder, da die Größe der Protokolldateien sonst immer weiter zunimmt.
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Speicherorte der Protokolldateien
Nachrichtenübermittlung mithilfe von MAPI (Exchange), POP3 und SMTP
Die Protokolldatei hat den Namen OPMLog.log und befindet sich an einem der folgenden Speicherorte:
- Unter Windows 7 und Windows Vista
C:\Benutzer\ Benutzername\AppData\Local\\Temp\Outlook Logging
C:\Dokumente und Einstellungen\ Benutzername\Lokale Einstellungen\Temp\Outlook Logging
Die Ordner Lokale Einstellungen und AppData sind standardmäßig ausgeblendet.
Wie sehe ich mir ausgeblendete Ordner an?
Gehen Sie zum Anzeigen ausgeblendeter Ordner in Windows wie folgt vor:
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Start, und klicken Sie dann auf Systemsteuerung.
- Öffnen Sie die Ordneroptionen.
Geben Sie zum Suchen der Ordneroptionen im Suchfeld oben im Fenster Ordneroptionen ein. Geben Sie in der Systemsteuerung von Windows XP den Begriff Ordneroptionen im Feld Adresse ein.
- Wählen Sie auf der Registerkarte Ansicht unter Erweitert, unter Dateien und Ordner und unter Versteckte Dateien und Ordner die Option Alle Dateien und Ordner anzeigen aus.
Nachrichtenübermittlung mit IMAP
Der Name der Protokolldatei lautet IMAP-ExampleCom-07_19_2010-14_03_44_865.log, und die Datei befindet sich an einem der folgenden Speicherorte:
- Unter Windows 7 und Windows Vista
C:\Benutzer\ Benutzername\AppData\Local\\Temp\Outlook Logging
C:\Dokumente und Einstellungen\ Benutzername\Lokale Einstellungen\Temp\Outlook Logging
Der Ordner Lokale Einstellungen oder AppData fehlt
Die Ordner Lokale Einstellungen und AppData sind standardmäßig ausgeblendet. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus, um diese Ordner anzuzeigen:
- Windows Vista
- Klicken Sie auf Start, und klicken Sie dann auf Arbeitsplatz.
- Klicken Sie im Menü Extras auf Ordneroptionen. Klicken Sie auf der Registerkarte Ansicht auf die Option Alle Dateien und Ordner anzeigen.
- Windows XP
- Klicken Sie in Windows auf Start und dann auf Systemsteuerung.
- Doppelklicken Sie unter Wählen Sie eine Kategorie auf Leistung und Wartung.
Hinweis Wenn Sie die klassische Ansicht in der Systemsteuerung verwenden, führen Sie den nächsten Schritt aus.
- Klicken Sie unter Siehe auch auf Dateitypen.
Hinweis Wenn Sie die klassische Ansicht in der Systemsteuerung verwenden, doppelklicken Sie auf Ordneroptionen.
- Klicken Sie auf die Registerkarte Ansicht.
- Klicken Sie unter Erweiterte Einstellungen unter Dateien und Ordner unter Versteckte Dateien und Ordner auf Alle Dateien und Ordner anzeigen.
Hinweise
- Bei IMAP- und Windows Live ID-Konten wird für jede Sende- und Empfangsaktion, die für diese Konten ausgeführt wurde, ein Protokoll generiert.
- Möglicherweise müssen Sie Outlook verlassen, damit die Protokolle in die Protokolldateien geschrieben werden können.
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Informationen für Administratoren
Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, Protokollierungseinstellungen für Benutzer bereitzustellen. Die Standardprotokollierungseinstellungen von Outlook werden entweder im Microsoft Office-Anpassungstool (OCT) auf der Seite Benutzereinstellungen ändern konfiguriert oder im Gruppenrichtlinien-Editor mithilfe der Outlook-Gruppenrichtlinienvorlage ( Outlk14.adm) erzwungen.
Gehen Sie zum Erzwingen von Protokollierungseinstellungen für Outlook-Benutzer folgendermaßen vor:
- Doppelklicken Sie in der Gruppenrichtlinie in der Richtlinienvorlage Outlk14.adm von Outlook 2010 unter Benutzerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Microsoft Outlook 14\Tools | Optionen\Weitere\Erweiterte Optionen auf Protokollierung aktivieren (Problembehandlung). Wählen Sie Aktiviert aus, um die Konfiguration der Einstellungen zu ermöglichen.
- Aktivieren oder Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Protokollierung der Problembehandlung aktivieren (erfordert einen Neustart von Outlook).
Um Leistung und Sicherheit nicht zu beeinträchtigen, wird das Bereitstellen des Protokollierungsfeatures nicht empfohlen. Sie sollten das Protokollierungsfeature nur bei Bedarf aktivieren.
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