Blockierte Anlagen in Outlook

Zum Schutz Ihres Computers wird in Microsoft Outlook der Empfang bestimmter Dateitypen (wie beispielsweise EXE-Dateien) in Form einer Anlage verhindert, da diese Dateien Ihren Computer mit einem Virus infizieren könnten. Sie werden von Outlook standardmäßig blockiert. Wenn Ihr Unternehmen Microsoft Exchange verwendet, kann die Blockierung dieser Dateitypen ausschließlich vom Administrator des E-Mail-Servers aufgehoben werden. Die Blockierung dieser Dateitypen kann nicht von Outlook-Endbenutzern aufgehoben werden.

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Hintergrund – Das Internet ist voller Gefahren

Bei der Veröffentlichung von Microsoft Outlook 97 schien das Internet noch ein relativ sicherer Ort, und das Versenden von Anlagen in E-Mails stellte in der Regel kein Sicherheitsproblem dar. Doch als Anfang März 1999 der Virus "Melissa" zuschlug – gefolgt vom ILOVEYOU-Virus – stellte sich die Situation plötzlich ganz anders dar. Diese Viren verbreiteten sich mit einer bislang nicht gekannten Geschwindigkeit und zwangen einige Unternehmen dazu, ihre E-Mail-Systeme abzuschalten. Dies verursachte enorme Kosten. Damit sich diese Viren verbreiten konnten, erweckten sie bei den Benutzern den Eindruck, die infizierte E-Mail-Nachricht stamme von einer bekannten Person. Selbst für Computerexperten war diese Taktik bisweilen undurchschaubar, und auch ihre Computer wurden infiziert. Dass Hacker sich für ihre Angriffe bevorzugt das größte Ziel aussuchen, ist kein Geheimnis – und heutzutage ist das Microsoft Office Outlook. Weltweit wird Outlook von mehr als 300 Millionen Menschen genutzt. Aus diesem Grund vertrauen Industrie sowie Microsoft-Kunden darauf, dass Microsoft sie vor Sicherheitsrisiken schützt.

Die meisten Menschen sind sich dahingehend einig, dass das Internet ein überaus praktisches Tool darstellt, man aber dennoch nicht vergessen darf, dass es auch viele Gefahren birgt. Sogar Anwender, die "wissen, was sie tun", sind verwundbar. Und die Hacker schlafen nicht. Es liegt nicht im Interesse von Microsoft, mit Outlook ein Medium anzubieten, mithilfe dessen gefährliche Dateien über das Internet verbreitet werden. Aus diesem Grund werden Anlagen mit Gefahrenpotenzial von Outlook blockiert, und nicht autorisierten Programmen wird der Zugriff auf das Adressbuch verweigert. Da die Sicherheit bei Outlook einen besonders hohen Stellenwert einnimmt, muss auch in Zukunft niemand auf das Senden und Empfangen von E-Mails verzichten.

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Sicheres gemeinsames Nutzen von Dateien

Die Mehrheit der Anwender hat keinerlei Interesse daran, potenziell gefährliche Dateien in Umlauf zu bringen – und die Personen, die an einer solchen Verbreitung interessiert sind, greifen auf andere Methoden zurück. Im Anschluss finden Sie eine Reihe sicherer Methoden zum gemeinsamen Nutzen von Dateien:

  • Dokumente mit den folgenden Dateierweiterungen werden von Outlook nicht blockiert: XLS, DOC, PPT und TXT. Hierbei handelt es sich um die am häufigsten bei der Arbeit verwendeten Dateitypen. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass diese Dateien auch Makros enthalten können, die möglicherweise zum Verbreiten von Viren verwendet werden. Wenn Sie also Dateien dieser Art im Posteingang empfangen, sollten Sie diese vor dem Öffnen stets mit einem Antivirusprogramm eines Drittanbieters (nur auf Englisch verfügbar) scannen. Zudem sollten Sie zum Schutz Ihres PCs (nur auf Englisch verfügbar) die empfohlenen Anweisungen befolgen.
  • Um einen blockierten Dateityp zu senden, können Sie die Dateinamenerweiterung ändern, sodass die Datei nicht mehr in die Kategorie blockierter Dateien fällt. Beispielsweise können Sie die Datei programm.exe in programm.exe_ok umbenennen und die Datei anschließend an Ihre E-Mail-Nachricht anhängen. Fügen Sie der Nachricht Anweisungen hinzu, wie der Empfänger die Datei mittels der Originalerweiterung umbenennen kann (in diesem Fall also in programm.exe). Hierbei sollten Sie darauf achten, nur Dateien zu öffnen, die Sie von jemandem erwarten.
  • Verwenden Sie ein ZIP-Programm, um die Dateien vor dem Anhängen an eine E-Mail-Nachricht zu packen. Der Nachricht können Sie dann Anweisungen hinzufügen, wie der Empfänger die gezippten Dateien wieder entpacken kann.
  • Stellen Sie die Dateien in einer sicheren Netzwerkfreigabe bereit. Die meisten Internetdienstanbieter (ISPs) stellen zahlenden Abonnenten einen Ort zur Verfügung, an dem sie Dateien bereitstellen können. Eine Möglichkeit besteht im Speichern von Dateien auf MSN (nur auf Englisch verfügbar) und im Gewähren des Zugriffs auf die Dateien für die Empfänger. Hierzu können Sie Ihrer Nachricht an die Empfänger den Link auf die Freigabe hinzufügen.

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Anlagedateitypen, die von Outlook gesperrt werden

Die folgende Tabelle enthält die von Outlook standardmäßig blockierten Dateitypen.

Dateinamenerweiterung Dateityp
ADE Access-Projekterweiterung (Microsoft)
ADP Access-Projekt (Microsoft)
APP Ausführbare Anwendung
ASP Active Server Pages
BAS BASIC-Quellcode
BAT Stapelverarbeitung
CER Internetsicherheit-Zertifikatsdatei
CHM Kompilierte HTML-Hilfe
CMD DOS CP/M-Befehlsdatei, Befehlsdatei für Windows NT
COM Befehl
CPL Windows-Systemsteuerungsoption (Microsoft)
CRT Zertifikatsdatei
CSH CSH-Skript
DER DER-codierte X509-Zertifikatsdatei
EXE Ausführbare Datei
FXP Kompilierte FoxPro-Quelle (Microsoft)
.gadget Windows Vista-Gadget
HLP Windows-Hilfedatei
HTA Hypertextanwendung
INF Informations- oder Setupdatei
INS IIS-Internetkommunikationseinstellungen (Microsoft)
ISP IIS Internetdienstanbieter-Einstellungen (Microsoft)
ITS Internetdokumentgruppe (Internet Document Set), Internet Translation
JS JavaScript-Quellcode
JSE Verschlüsselte JScript-Skriptdatei
KSH UNIX-Shellskript
INK Windows-Verknüpfungsdatei
MAD Access-Modulverknüpfung (Microsoft)
MAF Access (Microsoft)
MAG Access-Diagrammverknüpfung (Microsoft)
MAM Access-Makroverknüpfung (Microsoft)
MAQ Access-Abfrageverknüpfung (Microsoft)
MAR Access-Berichtsverknüpfung (Microsoft)
MAS Gespeicherte Access-Prozeduren (Microsoft)
MAT Access-Tabellenverknüpfung (Microsoft)
MAU Media Attachment Unit
MAV Access-Sichtverknüpfung (Microsoft)
MAV Access-Datenzugriffsseite (Microsoft)
MDA Access Add-In (Microsoft), MDA Access 2 Workgroup (Microsoft)
MDB Access-Anwendung (Microsoft), MDB Access-Datenbank (Microsoft)
MDE Access MDE-Datenbankdatei (Microsoft)
MDT Access-Add-In-Daten (Microsoft)
MDW Access-Arbeitsgruppeninformationen (Microsoft)
MDZ Access-Datenbank-Assistent (Microsoft)
MSC Steuerdatei (Microsoft) für das Microsoft Management Console-Snap-In
MSH Microsoft Shell
MSH1 Microsoft Shell
MSH2 Microsoft Shell
MSHXML Microsoft Shell
MSH1XML Microsoft Shell
MSH2XML Microsoft Shell
MSI Windows Installer-Paket (Microsoft)
MSP Update für den Windows-Installationsdienst
MST Windows SDK Setup-Transformationsskript
OPS Office-Profileinstellungsdatei
PCD Visual Test (Microsoft)
PIF Windows-Programminformationsdatei (Microsoft)
PLG Developer Studio-Buildprotokoll
PRF Windows-Systemdatei
PRG Programmdatei
PST MS Exchange-Adressbuchdatei, Persönliche Ordner-Datei in Outlook (Microsoft)
REG Registrierungsinformationen/Schlüssel für Windows 95/Windows 98, Registrierungsdatendatei
SCF Windows Explorer-Befehl
SCR Windows-Bildschirmschoner
SCT Windows-Skriptkomponente, Foxpro-Anzeige (Microsoft)
SHB Windows-Dokumentverknüpfung
SHS Shell Scrap-Objektdatei
.ps1 Windows PowerShell
.ps1xml Windows PowerShell
.ps2 Windows PowerShell
.ps2xml Windows PowerShell
.psc1 Windows PowerShell
.psc2 Windows PowerShell
TMP Temporäre Datei/temporärer Ordner
URL Internetspeicherort
VB VBScript-Datei oder eine beliebige VisualBasic-Quelle
VBE Verschlüsselte VBScript-Datei
VBS VBScript-Skriptdatei, VBA-Skript
VSMACROS Binärbasiertes Visual Studio .NET-Makroprojekt (Microsoft)
VSW Visio-Arbeitsbereichsdatei (Microsoft)
WS Windows-Skriptdatei
WSC Windows Script-Komponente
WSF Windows-Skriptdatei
WSH Windows Script Host-Einstellungsdatei
.xnk Verknüpfung zu Öffentlichem Ordner in Exchange

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Zutreffend für:
Outlook 2007