E-Mail-Fachchinesisch entzaubert

Hallo liebe Office-Online-User,

ist ja klar, dass heutzutage jeder von euch eine E-Mail-Adresse hat. Aber einige der technischen Fachausdrücke in Sachen E-Mail sind manchmal nicht so hundertprozentig klar. Aber dafür bin ich ja da.
Grüße von eurem

Sven Schlaumeier

Während meines Studiums hab ich ja viel mit Microsoft Outlook gearbeitet und kann euch ein paar der wichtigsten Begriffe veranschaulichen, die manchmal etwas unverständlich sind oder nicht auf den ersten Blick klar sind.

Office Applikation
Microsoft Outlook

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Wichtige E-Mail-Begriffe, die jeder drauf haben sollte

E-Mail-Client

Ein E-Mail-Client ist eine Software, mit der ihr Mails senden, empfangen und verwalten könnt. Bei Windows Vista ist das E-Mail-Programm Windows Mail schon mit dabei, in Microsoft Office ist Outlook integriert, mit dem ihr auch Kontakte, Termine, Telefonnummern usw. verwalten könnt. Natürlich gibt es auch noch andere E-Mail-Clients wie Eudora oder Pegasus.

MIME (Multipurpose Internet Mail Extension) und S/MIME (das gleiche wie MIME aber mit sicherer Verschlüsselung)

MIME erweitert eigentlich nur das ursprünglich textbasierte Internet-Mail-System, sodass man E-Mails auch mit Formatierungen, Bildern und Farben versehen kann. Fast alle aktuellen E-Mail-Clients unterstützen diesen Standard. S/MIME ermöglicht zusätzlich eine sichere Verschlüsselung der E-Mail-Nachrichten. Outlook unterstützt auch diese sichere Variante des MIME-Standards.

Flame-Mail

Tja, da freut man sich normal nicht so drüber, wenn man eine Flame-Mail bekommt. Normalerweise kriegt man sowas, wenn man z.B. in einem Internet-Forum etwas geschrieben hat, das den anderen Benutzern etwas auf den Magen geschlagen ist oder wenn man jemanden (evtl. unbeabsichtigt) beleidigt hat. Eine Flame-Mail ist dann normalerweise ziemlich grob in der Formulierung und manchmal sogar beleidigend.

Domain-Name

Der Domain-Name in einer E-Mail-Adresse ist immer der Teil nach dem @-Zeichen (auch bekannt als Klammeraffe). Bei meiner E-Mail-Adresse Schlaumeier@microsoft.com ist also microsoft.com der Domain-Name. Das kann bei euch aber auch aol.com, yahoo.de oder sonstwas sein. Der Domain-Name identifiziert eine oder mehrere so genannten IP-Adressen in eurem Netzwerk. Jeder Domain-Name beinhaltet eine Top-Level-Domain (z.B. „.de“ für Deutschland, „.at“ für Österreich oder „.ch“ für die Schweiz).

Spam

Unangenehme Sache mit diesen Spam-E-Mails! Man bekommt Werbung, die man nicht haben will, oder Newsletter, die man gar nicht bestellt hat. Ehrlich, mich nervt das manchmal. Je öfter man seine E-Mail-Adresse im Internet angibt, desto mehr Spam bekommt man irgendwann. Oft werden die Mail-Adressen sogar von professionellen Adresshändlern verkauft. Outlook bietet euch aber einen tollen Spam-Schutz. Unter Aktionen/Junk-E-Mail könnt ihr nervige Spam-Mails einfach abblocken.

Protokolle: Kompliziert aber notwendig

Überall im Leben braucht es ein paar Regeln, damit alles läuft. Das ist beim E-Mail-Verkehr nicht anders. Protokolle regeln das korrekte Empfangen und Senden von E-Mails – in Microsoft Outlook und in jedem anderen E-Mail-Client.

IMAP (Internet Message Access Protocol)

IMAP ist ein fortschrittliches Protokoll, das euch eine komfortable Verwaltung eurer E-Mails erlaubt:

  • Ihr könnt erstmal nur den Betreff der E-Mail ansehen und falls es Spam-verdächtig ist direkt löschen.
  • Ihr könnt Ordner und Postfächer direkt auf dem E-Mail-Server verwalten, erstellen oder löschen.
  • Und ihr könnt eure E-Mails von überall abrufen, da sie auf dem Server und nicht auf der lokalen Festplatte gespeichert sind.

 Hinweis   Der Anbieter, bei dem ihr eure E-Mail-Adresse habt, muss das IMAP-Protokoll unterstützen, sonst geht da nichts.

POP3 (Post Office Protocol 3)

Wenn ihr das weitverbreitete POP3-Protokoll benutzt, das eigentlich jeder E-Mail-Anbieter unterstützt, dann werden zunächst alle E-Mails auf dem Server gespeichert. Wenn ihr dann mit Outlook oder einem anderen E-Mail-Client die E-Mails abruft, dann werden sie normalerweise vom Server gelöscht und auf eurer Festplatte gespeichert.

Es gibt auch webbasierte E-Mail-Anbieter, bei denen man gar keinen Client braucht, sondern die E-Mails über eine Web-Adresse im Browser (z.B. im Internet Explorer) liest und sendet. Beispiele hierfür sind Hotmail und MSN.

Eine echt coole Sache ist Outlook Web Access. Das funktioniert nur, wenn ihr eure E-Mails über einen Microsoft Exchange Server empfangt. Dann könnt ihr nämlich von jedem Computer auf der ganzen Welt, mit jedem Betriebssystem und mit jedem Web-Browser auf eure E-Mails zugreifen.

MAPI (Messaging Application Programming Interface)

MAPI wird von Microsoft Outlook in Verbindung mit einem Microsoft Exchange Server verwendet und funktioniert ähnlich wie IMAP – nur mit etwas mehr tollen Features, wenn man es mit Outlook nutzt.

SMTP (Simple Mail Transfer Protocol)

Fast alle E-Mail-Clients nutzen dieses Protokoll, um E-Mails über das Internet zu versenden. Wenn ihr eine E-Mail-Software selbst konfiguriert, müsst ihr immer einen Posteingangsserver (POP3) und einen SMTP-Server (Postausgangsserver) angeben.


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