Anzeigen von Trends und Umsatzprognosen mit Diagrammen

Das Erstellen einer Umsatzprognose für ein kommendes Jahr kann eine schwierige Aufgabe darstellen – besonders wenn Sie eigentlich damit beschäftigt sind, Ihre aktuellen Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben. Glücklicherweise können Sie spezielle Programme in Microsoft Office Excel 2003 verwenden, die Sie bei der Prognose zukünftiger Umsatzzahlen unterstützen, wenn Ihnen frühere Umsatzzahlen vorliegen. Das Beste daran ist, dass Sie kein Mathematikgenie sein müssen, um Ihre Prognose zu erstellen – Excel erledigt das für Sie!

In diesem Artikel erfahren Sie Wissenswertes zu folgenden Themen:

  • Erstellen eines Diagramms in Excel mithilfe des Diagramm-Assistenten
  • Verstehen von Trendlinien und wie diese Sie bei der Umsatzprognose unterstützen können
  • Verwenden von Beispielumsatzdaten zur Erstellung einer Trendlinie in einem Diagramm und zur Umsatzprognose für vier kommende Quartale
  • Finden der richtigen Trendlinie für Ihre Daten
  • Benennen einer Trendlinie

Die Zukunft vorhersagen

Haben Sie sich jemals eine Glaslkugel gewünscht, um in die Zukunft zu blicken und zu sehen, wie Ihr Umsatz in einem Jahr aussehen könnte? Es geht hier nicht wirklich um Magie (es geht nur um Mathematik), und Trendlinien von Microsoft Excel können Sie dabei unterstützen. Gehen wir z. B. davon aus, dass Ihnen für Ihren vergangenen Umsatz folgende Zahlen vorliegen:

Umsatzdaten

Excel-Daten

Sie können diese Daten einfach mithilfe des Diagramm-Assistenten in Excel als Diagramm darstellen, was wir Ihnen später in diesem Artikel vorstellen werden.

PivotTable-Diagramm

PivotTable-Diagramm

 Hinweis   Dieses Beispiel ist ein Liniendiagramm. Wenn Sie ein Diagramm erstellen, können Sie eine andere Ansicht für Ihre Daten wählen, beispielsweise ein Balkendiagramm, ein Säulendiagramm, ein Kreisdiagramm oder einen anderen Diagrammtyp.

Mithilfe von Trendlinien können Sie Ihren Umsatz für die Zukunft basierend auf den Umsätzen der vergangenen vier Quartale prognostizieren.

PivotTable-Diagramm mit Trendlinie

PivotTable-Diagramm mit Trendlinie

Was sind Trendlinien nun eigentlich?

Trendlinien sind grafische Darstellungen von Trends in Form von Daten, die Sie verwenden können, um Prognoseprobleme zu analysieren. Solche Analysen werden auch als Regressionsanalysen bezeichnet. Mithilfe von Regressionsanalysen können Sie eine Trendlinie in einem Diagramm über die eigentlichen Daten für die Vorhersage von zukünftigen Werten hinaus erweitern. Das obige Diagramm verwendet z. B. eine einfache logarithmische Trendlinie, die die kommenden vier Quartale vorhersagt und einen deutlichen Trend zu steigenden Einnahmen anzeigt.

Voll informiert über R² (R-Quadrat)

Sie fragen sich jetzt womöglich: Wie verlässlich sind diese Trendlinien eigentlich? Die Antwort hat mit etwas zu tun, was als R-Quadrat – oder spezifischer als Bestimmtheitsmaß der Trendlinie bezeichnet wird (hier kommt die Mathematik ins Spiel). Sehen Sie das Bestimmtheitsmaß als magische Zahl – in diesem Fall eine Zahl zwischen 0 und 1.

Die Verlässlichkeit einer Trendlinie ist am größten, je näher sich der Betrag des Bestimmtheitsmaßes dem Wert 1 nähert. Wenn Sie eine Trendlinie an Ihre Daten anpassen, berechnet Excel automatisch den Betrag des Bestimmtheitsmaßes basierend auf dieser Formel. Wenn Sie möchten, können Sie diesen Wert in Ihrem Diagramm anzeigen. Beachten Sie, dass es verschiedene Arten von Trendlinien für verschiedene Datentypen gibt. Um die genaueste Prognose zu errechnen, ist es wichtig, die am besten geeignete Trendlinie für Ihre Daten zu wählen.

Berechnen Ihrer eigenen Trendlinie

Bevor Sie eine Trendlinie berechnen können, müssen Ihre Daten in einem Diagramm vorliegen.

  1. Öffnen Sie Excel, und geben Sie das am Anfang dieses Artikels aufgelistete Beispiel Umsatzdaten ein.
  2. Heben Sie die Daten, die Sie grafisch darstellen möchten, hervor (in diesem Beispiel A1 bis B5).
  3. Klicken Sie im Menü Einfügen auf Diagramm.
  4. Klicken Sie auf der Registerkarte Standardtypen unter Diagrammtyp auf Linie.
  5. Klicken Sie auf Fertig stellen.

Berechnen Sie nun eine Trendlinie:

  1. Klicken Sie in den Diagrammbereich, um das Diagramm zu markieren.
  2. Klicken Sie im Menü Diagramm auf Trendlinie hinzufügen.
  3. Klicken Sie im Dialogfeld Trendlinie hinzufügen auf der Registerkarte Typ unter Trend-/Regressionstyp auf Linear (Machen Sie sich zu diesem Zeitpunkt keine Gedanken darüber, was dies bedeutet – alles, worüber Sie sich Gedanken machen, ist das Bestimmtheitsmaß).
  4. Klicken Sie auf die Registerkarte Optionen.
  5. Geben Sie unter Trend in das Feld Vorwärts die Zahl 4 ein.
  6. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Bestimmtheitsmaß im Diagramm darstellen.
  7. Klicken Sie auf OK.

Sie haben Ihre erste Trendlinie erstellt!

Das Bestimmtheitsmaß wird direkt in Ihrem Diagramm angezeigt. Für lineare Trendlinientypen liegt das Bestimmtheitsmaß bei 0,966, was sehr nah am Wert 1 liegt. Aber vielleicht können Sie noch näher an die 1 gelangen. Sie können eine andere Trendlinie ausprobieren, um festzustellen, ob dann das Bestimmtheitsmaß noch näher an der 1 ist.

So ändern Sie den Trendlinientyp in Logarithmisch ab

  1. Klicken Sie auf die zu ändernde Trendlinie.
  2. Klicken Sie im Menü Format auf Markierte Trennlinie.
  3. Geben Sie auf der Registerkarte Optionen unter Trend die Zahl 4 in das Feld Vorwärts ein.
  4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Bestimmtheitsmaß im Diagramm darstellen.
  5. Wählen Sie auf der Registerkarte Typ unter Trend-/Regressionstyp die Option Logarithmisch.
  6. Klicken Sie auf OK.

Sie werden feststellen, dass das Bestimmtheitsmaß bei 0,9893 liegt, ein Wert, der noch näher am Wert 1 liegt. Dies sagt Ihnen, dass ein Logarithmischer Regressionstyp, der eine andere Formel verwendet, um die Trendlinie Ihrer Daten zu berechnen als ein linearer Regressionstyp, besser für Ihre Daten geeignet ist, als ein linearer Regressionstyp.

Wenn Sie dieselben Schritte mit verschiedenen Trend-/Regressionstypen durchführen, erhalten Sie folgende Ergebnisse:

Trendlinientyp Bestimmtheitsmaß
Polynomisch 0,9849
Potenziell 0,9913
Exponentiell 0,9545
Gleitender Durchschnitt Kein Bestimmtheitsmaß

Demzufolge liefert der Trend-/Regressionstyp "Potenziell" die sicherste Prognose Ihrer zukünftigen Umsätze.

Diagramm mit potenzieller Trendlinie

Diagramm mit potenzieller Trendlinie

Die beste Trendlinie für Ihre Daten

Das Auswählen der richtigen Trendlinie für Ihre Daten ist sehr wichtig. Eine lineare Trendlinie ist beispielsweise eine optimierte gerade Linie, die für einfache lineare Datenmengen verwendet wird. Daten sind linear, wenn das Muster der Datenpunkte einer Linie ähnelt. Eine lineare Trendlinie zeigt normalerweise die gleichmäßige Zunahme oder Abnahme von Werten an.

Eine logarithmische Trendlinie ist eine optimierte Kurve, die sich am besten eignet, wenn die Rate der Änderungen in den Daten schnell ansteigt oder abnimmt und dann annähernd gleich bleibt. Eine logarithmische Trendlinie kann negative und/oder positive Werte verwenden.

Weitere Informationen über die verschiedenen Trendlinientypen finden Sie im Artikel Auswählen der besten Trendlinie für Ihre Daten im Bereich Siehe auch.

Benennen einer Trendlinie

Damit eine Trendlinie für alle Betrachter sinnvoll ist, sollten Sie ihr einen Namen geben. Gehen Sie folgendermaßen vor, um eine Trendlinie zu benennen:

  1. Klicken Sie auf die Trendlinie, der Sie einen Namen hinzufügen möchten.
  2. Klicken Sie im Menü Format auf Markierte Trennlinie.
  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Optionen unter Name der Trendlinie auf Benutzerdefiniert, und geben Sie anschließend in das Textfeld Prognose für die nächsten vier Quartale ein.
  4. Klicken Sie auf OK.
 
 
Zutreffend für:
Excel 2003