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Informationen zu Access-Projekten (ADP)
 

 Hinweis   Die Informationen in diesem Thema gelten nur für ein Microsoft Access-Projekt (ADP).

Ein Teil des Inhalts dieses Themas gilt möglicherweise nicht für einige Sprachen.

AnzeigenWas ist ein Microsoft Access-Projekt?

Ein Microsoft Access-Projekt (ADP) repräsentiert eine Microsoft Access-Datendatei, die einen eigenen effizienten Zugriff auf eine Microsoft SQL Server-Datenbank über die OLE DB (OLE DB: Eine Architektur für Komponentendatenbanken, die einen effizienten Netzwerk- und Internetzugriff für unterschiedliche Arten von Datenquellen ermöglicht (z. B. relationale Daten, E-Mail-Dateien, Flatfiles und Kalkulationstabellen).)-Komponentenarchitektur ermöglicht. Mit einem Access-Projekt können Sie eine Client/Server-Anwendung genauso einfach erstellen wie eine Dateiserveranwendung. Eine solche Client/Server-Anwendung kann eine herkömmliche Lösung auf der Grundlage von Formularen und Berichten sein oder eine webbasierte Lösung auf der Grundlage von Datenzugriffsseiten (Datenzugriffsseite: Eine von Access aus veröffentlichte Webseite mit Verbindung zu einer Datenbank. In einer Datenzugriffsseite können Sie die in der Datenbank gespeicherten Daten anzeigen, hinzufügen, bearbeiten und ändern. Eine Seite kann auch Daten aus anderen Quellen enthalten, z. B. aus Excel.) oder eine Kombination von beidem. Es ist möglich, das Access-Projekt mit einer SQL Server-Remotedatenbank, einer lokalen SQL Server-Datenbank oder einer lokalen Installation von SQL Server 2000 Desktop Engine zu verbinden.

Interaktion zwischen einem Microsoft Access-Projekt und einer Microsoft SQL Server-Datenbank

Legende 1  Verbindet das Access-Projekt mit der SQL Server-Datenbank

Legende 2  In der SQL Server-Datenbank gespeicherte Datenbankobjekte

Legende 3  Im Access-Projekt gespeicherte Datenbankobjekte

Ein Access-Projekt wird als Projekt bezeichnet, weil es nur codebasierte oder HTML-basierte Datenbankobjekte enthält: Formulare, Berichte, den Namen und den Speicherort von Datenzugriffsseiten, Makros und Module. Dies sind die Datenbankobjekte, mit denen Sie eine Anwendung erstellen. Im Gegensatz zu einer Microsoft Access-Datenbank (Datenbank: Eine Datensammlung mit Bezug zu einem bestimmten Thema oder Zweck. In einer Datenbank sind Informationen zu einer bestimmten Entität, z. B. zu einem Mitarbeiter oder einer Bestellung, in Tabellen, Datensätzen und Feldern kategorisiert.) enthält ein Access-Projekt keine Daten oder Datendefinitionen, die auf Objekten basieren: Tabellen (Tabelle: Ein Datenbankobjekt, das Daten in Datensätzen [Zeilen] und Feldern [Spalten] speichert. Die Daten beschreiben normalerweise eine bestimmte Kategorie von Inhalten, z. B. Personal oder Bestellungen.), Sichten (Sicht (Objekt): In einem Access-Projekt ein Abfragetyp, der eine virtuelle Tabelle darstellt, die auf einer SQL SELECT-Anweisung basiert. Eine Sicht kann beispielsweise lediglich drei der verfügbaren zehn Spalten in einer Verknüpfung zwischen zwei Tabellen enthalten, um den Zugriff auf bestimmte Daten einzuschränken.), Datenbankdiagramme (Datenbankdiagramm: Eine grafische Darstellung eines beliebigen Teiles eines Datenbankschemas. Hierbei kann es sich um eine vollständige oder auszugsweise Darstellung der Datenbankstruktur handeln. Die Darstellung enthält Tabellen samt Spalten sowie die Beziehungen zwischen den Tabellen.), gespeicherte Prozeduren (Gespeicherte Prozedur: Eine vorkompilierte Auflistung von SQL-Anweisungen und optionalen Datenflusskontroll-Anweisungen, die unter einem Namen gespeichert und als Einheit verarbeitet werden. Die Auflistung wird in einer SQL-Datenbank gespeichert und kann durch einen Aufruf aus einer Anwendung heraus gestartet werden.) oder benutzerdefinierte Funktionen (Benutzerdefinierte Funktion: Eine Abfrage, die Eingabeparameter annimmt und ein Ergebnis wie eine gespeicherte Prozedur zurückgibt. Typen: Skalar [mehrere Anweisungen; gibt einen Wert zurück], Inline [einzelne Anweisung; ein aktualisierbarer Tabellenwert] und Tabelle [mehrere Anweisungen; Tabellenwert].). Stattdessen werden diese Datenbankobjekte in der SQL Server-Datenbank gespeichert.

Um eine Anwendung zu erstellen und auf die Daten zuzugreifen, verbinden Sie das Access-Projekt und die SQL Server-Datenbank mit dem Befehl Neu im Menü Datei, um das Dialogfeld Datenverknüpfungseigenschaften anzuzeigen, oder indem Sie den Datenbank-Assistenten verwenden.

AnzeigenUnterstützung für Microsoft SQL Server-Datenbanken

Sie können ein Access-Projekt mit einer der folgenden SQL Server-Datenbanken verbinden:

  • Microsoft SQL Server 2000 unter Microsoft Windows 2000 oder höher

  • Microsoft SQL Server 2000 Desktop Engine unter Windows 2000 oder höher

 Hinweis   Wenn Sie eine Verbindung zu einer benannten Instanz eines Servers mit SQL Server 2000 herstellen, muss auf dem Clientcomputer mit dem Access-Projekt Microsoft Data Access Components (MDAC), Version 2.71, installiert sein. MDAC 2.71 können Sie durch Installieren von Microsoft SQL Server 2000 Personal Desktop Edition aus dem Ordner \MSDE2000 auf der Microsoft Office 2003-CD-ROM installieren.

AnzeigenArbeiten mit einem Access-Projekt

Das Arbeiten mit einem Access-Projekt ähnelt sehr der Handhabung einer Access-Datenbank. Die beim Erstellen von Formularen, Berichten, Datenzugriffsseiten, Makros und Modulen verwendeten Verfahren sind im wesentlichen dieselben wie diejenigen, die bei der Erstellung einer Access-Datenbank eingesetzt werden.

Sobald eine Verbindung mit der SQL Server-Datenbank besteht, können Sie die Tabellen, Sichten, gespeicherten Prozeduren, benutzerdefinierten Funktionen und Datenbankdiagramme anzeigen, erstellen, ändern und löschen. Sie verwenden dazu den Datenbankdesigner, den Tabellendesigner, den Abfragedesigner, den Abfrage-Generator und den SQL-Text-Editor. Obwohl die Benutzeroberfläche zur Handhabung dieser Datenbankobjekte eine andere als die zur Manipulation derselben Objekte in einer Access-Datenbank verwendete Oberfläche ist, lässt sie sich dennoch genauso einfach bedienen. Ein Access-Projekt enthält außerdem viele der Assistenten, die auch für eine Access-Datenbank zur Verfügung stehen, beispielsweise den Formular-Assistenten, den Berichts-Assistenten, den Seiten-Assistenten und den Eingabeformat-Assistenten, mit deren Hilfe sich recht schnell ein Prototyp oder eine einfache Anwendung realisieren lässt und kompliziertere Anwendungen einfacher zu erstellen sind.

AnzeigenWenn der Assistent nicht gestartet wird

Dies kann vorkommen, weil Access im geschützten Modus (sandbox mode) ausgeführt wird, Microsoft Jet 4.0 SP8 oder höher aber nicht auf dem Computer installiert ist. Jet 4.0 SP8 oder höher ist erforderlich, damit Access im geschützten Modus voll funktionsfähig ist.

Weitere Informationen zur Installation des Jet-Updates erhalten Sie unter Informationen zu Microsoft Jet 4.0 SP8 oder höher.

Weitere Informationen über den geschützten Modus (Sandbox Mode) erhalten Sie unter Informationen über den geschützten Modus (Sandbox Mode) des Microsoft Jet Ausdrucks-Editors.

AnzeigenInformationen zu erweiterten Eigenschaften

Wenn Ihr Access-Projekt mit einer SQL Server 2000-Datenbank verbunden ist, können Sie erweiterte Eigenschaften verwenden und nutzen. Erweiterte Eigenschaften speichern zusätzliche Attributinformationen zu SQL Server-Datenbankobjekten, die in der SQL Server-Datenbank gespeichert sind und zusätzliche Funktionen für ein Access-Projekt liefern:

  • Erstellen eines Nachschlagefeldes.
  • Anzeigen einer benutzerfreundlichen Gültigkeitsmeldung.
  • Formatieren von Daten und Definieren von Eingabeformaten.
  • Verwenden von Unterdatenblättern, Speichern von Sortierreihenfolge und Filtern sowie Speichern des Datenblatt-Erscheinungsbildes von Tabellen, Sichten, gespeicherten Prozeduren und benutzerdefinierten Inlinefunktionen.

Einige erweiterte Eigenschaften werden von Access verwendet und sind in einem Access-Projekt nicht sichtbar, wie z. B. eine Eigenschaft, die die Spaltenbreiten in einem Tabellendatenblatt festlegt. Weitere erweiterte Eigenschaften sind über die Eigenschaftenseiten der Datenbank, der Tabelle und der Abfragedesigner für Sichten, gespeicherte Prozeduren mit einer einzigen Anweisung (außer Spalteneigenschaften) und Inlinefunktionen verfügbar. Da gespeicherte Prozeduren mit mehreren Anweisungen und Tabellenfunktionen und benutzerdefinierte Skalarfunktionen im SQL-Text-Editor bearbeitet werden, unterstützen sie keine erweiterten Eigenschaften.

Standardmäßig unterstützt SQL Server die Vererbung von erweiterten Eigenschaften nicht. Eine Spalte in einer Sicht hat nicht automatisch dieselben Eigenschaften wie die Spalte in der Basistabelle. Ein Access-Projekt unterstützt jedoch nicht die Vererbung mittels Kopieren der erweiterten Eigenschaften aus Tabellenspalten in Sicht- und Funktionsspalten beim Erstellen sowie mittels Kopieren erweiterter Eigenschaften aus Tabellenspalten in Formular- und Bericht-Steuerelementeigenschaften.

 Hinweis   Änderungen an den erweiterten Eigenschaften von Tabellen, gespeicherten Prozeduren und Inlinefunktionen sind für alle Benutzer der Datenbank sichtbar, weil erweiterte Eigenschaften in der SQL Server-Datenbank gespeichert werden. Dies bedeutet beispielsweise, dass Sie bei der Änderung des Formats eines Tabellendatenblattes dieses für alle Benutzer ändern, die anschließend dieses Tabellendatenblatt öffnen.

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