Verwalten von Listen und Bibliotheken mit vielen Elementen

Listen und Bibliotheken sind bei der Nutzung von SharePoint 2010 von wesentlicher Bedeutung, ganz gleich wie umfangreich sie sind. Wenn eine Liste oder eine Bibliothek jedoch eine große Anzahl von Elementen aufweist, müssen Sie deren Aufbau und den Zugriff der Benutzer auf die Daten sorgfältig planen. Durch die Planung und Verwendung einiger wichtiger Listen- und Bibliotheksfeatures können Sie sicherstellen, dass Sie und andere Benutzer Informationen schnell finden können, ohne dass die Leistung der restlichen Website beeinträchtigt wird.

 Hinweis   Die Leistung einer SharePoint-Website, insbesondere einer Website mit Listen und Bibliotheken, die zahlreiche Elemente enthalten, wird unmittelbar von den bei der Planung und Einrichtung der SharePoint-Website getroffenen Entscheidungen beeinflusst. Weitere Informationen zur SharePoint-Kapazitäts- und Leistungsplanung finden Sie auf der Microsoft TechNet-Website.

Inhalt dieses Artikels


Übersicht über Listen und Bibliotheken mit zahlreichen Elementen

SharePoint 2010 unterstützt sehr umfangreiche Listen und Bibliotheken. In der folgenden Tabelle werden die Spezifikationen und Begrenzungen für Listen und Bibliotheken zusammengefasst, die zahlreiche Elemente enthalten.

Feature Obergrenze
Anzahl von Elementen in einer Liste oder Bibliothek 50 Millionen
Größe eines einzelnen Dateielements oder der Anlage eines Elements 2 Gigabyte

Wie Sie sehen, können Sie in Listen und Bibliotheken eine Menge Daten und Dateien speichern. Wird jedoch im Rahmen einer Abfrage oder eines Datenbankvorgangs ein Ressourcensteuerungs- oder -grenzwert überschritten, wird die Ausführung dieses Vorgangs möglicherweise blockiert, da der Zugriff auf so viele Elemente die Leistung der Website für andere Benutzer beeinträchtigen könnte. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von einfachen Strategien und grundlegenden Features, mit denen Sie die gewünschten Ergebnisse erzielen können, ohne dass der Grenzwert überschritten wird. Alle Benutzer können den Grenzwert während eines dedizierten Zeitfensters außer Kraft setzen, und mit der geeigneten Berechtigung können Sie mithilfe einer Codeänderung sogar mit einem höheren Grenzwert arbeiten.

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Warum ist 5.000 eine magische Zahl?

Zur Vermeidung von Datenbankkonflikten verwendet SQL Server häufig die Sperrung auf Zeilenbasis als eine Strategie zur Sicherstellung ordnungsgemäßer Aktualisierungen, ohne dass andere Benutzer beeinträchtigt werden, die auf andere Zeilen zugreifen. Wenn ein Datenbankvorgang mit Lese-/Schreibzugriff wie eine Abfrage jedoch bewirkt, dass mehr als 5.000 Zeilen gleichzeitig gesperrt werden, ist es für SQL Server effektiver, die Sperre vorübergehend auf die vollständige Tabelle auszuweiten, bis der Datenbankvorgang abgeschlossen ist. Beachten Sie, dass der tatsächliche Wert nicht immer 5.000 ist und je nach Website, Grad der Aktivität in der Datenbank und der Konfiguration Ihrer Website variieren kann. Wenn eine solche Komplettsperre eintritt, können andere Benutzer nicht auf die Tabelle zugreifen, und sofern dies zu häufig eintritt, ergibt sich für alle Benutzer eine Verschlechterung der Systemleistung. Aus diesem Grund sind Schwellen- und Grenzwerte von wesentlicher Bedeutung, um die Auswirkungen von ressourcenintensiven Datenbankvorgängen so gering wie möglich zu halten und den Anforderungen aller Benutzer in adäquater Weise gerecht zu werden.

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Was hinter den Kulissen passiert, wenn Sie auf eine Liste oder Bibliothek mit vielen Elementen zugreifen

Das nachstehende Diagramm enthält eine Zusammenfassung der wichtigsten Schritte, die hinter den Kulissen erfolgen, wenn Sie auf viele Elemente in einer Liste oder Bibliothek zugreifen.

Umfangreiche Listen und Bibliotheken

Legende 1 Information-Worker können die geeigneten Ansichten, Formatvorlagen und Grenzwerte für Seiten verwenden, um die Datenanzeige auf der Seite zu beschleunigen.
Legende 2 Bei gefilterten Ansichten mit Spaltenindizes (und anderen Vorgängen) werden Datenbankabfragen erstellt, mit denen Untermengen an Spalten und Zeilen ausgewählt und an den lokalen Computer zurückgegeben werden.
Legende 3 Farmadministratoren können dedizierte Zeitfenster für alle Benutzer einrichten, damit diese in Nebenzeiten Vorgänge ohne Beschränkungen ausführen können.
Legende 4 Entwickler mit den geeigneten Berechtigungen können das Objektmodell außer Kraft setzen, um Schwellenwerte und Grenzwerte für benutzerdefinierte Anwendungen vorübergehend zu erhöhen.
Legende 5 Schwellenwerte und Grenzwerte tragen zur Drosselung von Vorgängen bei und stellen eine gleichmäßige Verteilung der Ressourcen auf viele gleichzeitige Benutzer sicher.
Legende 6 Listen- oder Bibliotheksdaten in einer Websitesammlung werden in einer SQL Server-Datenbanktabelle gespeichert, in der Abfragen, Indizes und Sperren zur Sicherstellung der allgemeinen Leistung, der Möglichkeit zur gemeinsamen Nutzung und der Datenintegrität verwendet werden.

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Ressourcensteuerungs- und Grenzwerte

Die folgende Tabelle enthält Informationen zur Ressourcensteuerung und zu Grenzwerten, die Sie kennen müssen. Diese Steuerungs- und Grenzwerte werden auf der Seite Ressourcensteuerung in der Zentraladministration festgelegt. Wenden Sie sich an den Administrator Ihrer Website, um Näheres zu den hier geltenden Grenzwerten und Anforderungen zu erfahren.

 Hinweis   Zur Unterstützung der Zentraladministration unterliegt der Computeradministrator des Front-End-Computers und der Besitzer der Zentraladministrations-Website, die auf eine Liste oder Bibliothek mit zahlreichen Elementen zugreifen, nicht den nachstehenden Ressourcensteuerungs- und Grenzwerten.

Schwellenwert
oder Grenzwert
Standard-
wert
Beschreibung
Schwellenwert für Listenansicht 5.000

Gibt die maximale Anzahl von Listen- oder Bibliothekselementen an, die mit einem Datenbankvorgang wie einer Abfrage gleichzeitig verarbeitet werden können. Vorgänge, die diesen Grenzwert überschreiten, werden blockiert.

SharePoint 2010 gibt auf der Seite Listeneinstellungen eine Warnung aus, wenn die Liste 3.000 Elemente überschritten hat, um Ihnen Zeit für die Entwicklung einer alternativen Strategie zu geben. Diese Warnung enthält einen Link zum vorliegenden Thema.

Grenzwert für eindeutige Berechtigungen 50.000

Gibt die maximale Anzahl eindeutiger Berechtigungen an, die für eine Liste oder Bibliothek zulässig sind.

Jedes Mal, wenn die Vererbung von Berechtigungen für ein Element oder einen Ordner unterbrochen wird, zählt dies als eine (1) eindeutige Berechtigung im Rahmen dieses Grenzwerts. Der Versuch, ein Element hinzuzufügen, mit dem dieser Grenzwert überschritten würde, wird zurückgewiesen.

Grenzwert für Zeilenlänge 6

Gibt die maximale Anzahl von intern in der Datenbank befindlichen Tabellenzeilen an, die für ein Listen- oder Bibliothekselement verwendet werden können. Damit auch breite Listen mit vielen Spalten unterstützt werden, wird jedes Element auf mehrere interne Tabellenzeilen (maximal 6 Zeilen mit insgesamt bis zu 8.000 Bytes, ausschließlich Anlagen) aufgeteilt.

Dieser Grenzwert könnte beispielsweise von einer Liste mit vielen kleinen Spalten wie Hunderten von Ja-/Nein-Spalten überschritten werden. In dem Fall wären Sie nicht in der Lage, der Liste weitere Spalten hinzuzufügen. Sie können jedoch ggf. weiter Spalten eines anderen Typs hinzufügen.

 Hinweis   Dieser Grenzwert kann von Farmadministratoren nur über das Objektmodell und nicht über die Benutzeroberfläche festgelegt werden.

Nachschlageschwellenwert für Listenansicht 8

Gibt die maximale Anzahl von JOIN-Operationen wie solchen an, die auf Nachschlagespalten, Person/Gruppe-Spalten oder Workflowstatusspalten basieren.

Werden in der Abfrage mehr als acht Spalten verwendet, wird der Vorgang blockiert. Es ist jedoch möglich, über das Objektmodell mithilfe der Maximalansicht die zu verwendenden Spalten programmgesteuert auszuwählen.

Schwellenwert für Listenabfragen für Auditoren und Administratoren 20.000 Gibt die maximale Anzahl von Listen- oder Bibliothekselementen an, die mit einem Datenbankvorgang wie einer Abfrage gleichzeitig verarbeitet werden können, wenn der Vorgang von einem Auditor oder Administrator mit entsprechenden Berechtigungen ausgeführt wird. Diese Einstellung funktioniert in Verbindung mit Außerkraftsetzung des Objektmodells zulassen.
Außerkraftsetzung des Objektmodells zulassen J Legt fest, ob Entwickler Datenbankvorgänge wie Abfragen ausführen können, die das Ändern des Werts von Schwellenwert für die Listenansicht in den höheren Grenzwert anfordern, der durch Schwellenwert für Listenabfragen für Auditoren und Administratoren angegeben ist. Ein Farmadministrator muss das Außerkraftsetzen des Objektmodells ermöglichen. Anschließend können Entwickler mit den entsprechenden Berechtigungen programmgesteuert anfordern, dass für ihre Abfrage der höhere Listenansichts-Schwellenwert verwendet wird, damit sie diese Möglichkeit nutzen können.
Tägliches Zeitfenster Keins

Gibt einen Zeitraum an, in dem Ressourcensteuerungs- und Grenzwerte ignoriert werden. Ein Farmadministrator kann ein Zeitfenster während Nebenzeiten in 15-Minuten-Schritten und bis zu 24 Stunden Dauer konfigurieren, wie von 18:00 bis 22:00 Uhr oder von 01:30 bis 05:15 Uhr.

 Hinweis   Ein Datenbankvorgang oder eine Abfrage, der/die im täglichen Zeitfenster gestartet wird, wird vollständig bis zum Abschluss (oder einem Fehler) fortgesetzt, auch wenn das festgelegte Zeitfenster dabei überschritten wird.

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Methoden zum Verwalten von Listen und Bibliotheken mit zahlreichen Elementen

In den folgenden Abschnitten finden Sie Empfehlungen, Techniken und Tipps, wie Sie sicherstellen können, dass Sie und andere Benutzer schnell auf zahlreiche Elemente in einer Liste oder Bibliothek zugreifen und Sie dafür sorgen können, dass die Website problemlos genutzt werden kann.

Erstellen von indizierten SharePoint-Spalten

Um die Leistung einer umfangreichen Liste oder Bibliothek zu verbessern, können Sie bis zu 20 Spalten indizieren. Generell ermöglicht Ihnen ein Index für eine Spalte, schnell die gewünschten Zeilen basierend auf den Werten in der jeweiligen Spalte zu finden, auch wenn Millionen von Elementen verwendet werden. Mit einer Kombination von Indizes und gefilterten Ansichten können Sie die gewünschten Elemente schnell abrufen.

Beim Erstellen und Verwenden indizierter Spalten muss unbedingt Folgendes berücksichtigt werden: Jeder weitere Spaltenindex nimmt zusätzliche Ressourcen in der Datenbank in Anspruch und macht jeden Vorgang ein wenig aufwändiger, da der Index gepflegt werden muss. Daher sollten Sie nur Spalten, die aktiv für die Filterung in Ansichten in der Liste oder Bibliothek verwendet werden, Indizes hinzufügen. Es lohnt sich, alle Ansichten zu untersuchen und zu ermitteln, welche Spalten in verschiedenen Ansichten am häufigsten zum Filtern verwendet werden, um die richtigen zu indizierenden Spalten auszuwählen. Beachten Sie, dass jede Spalte, die nur eindeutige Werte enthalten darf, einen Index benötigt.

In der folgenden Tabelle wird erörtert, welche Spalten indiziert und welche nicht indiziert werden können.

Unterstützte Spaltentypen Nicht unterstützte Spaltentypen
Eine Textzeile Mehrere Textzeilen
Auswahl (ein Wert) Auswahl (mehrere Werte)
Zahl Berechnet
Währung Hyperlink oder Bild
Datum und Uhrzeit Benutzerdefinierte Spalten

Nachschlagen (ein Wert)

 Hinweis   Durch das Indizieren der Spalte in der anderen Liste oder Bibliothek wird die Leistung des Nachschlagevorgangs nicht verbessert.

Nachschlagen (mehrere Werte)
Person oder Gruppe (ein Wert) Person oder Gruppe (mehrere Werte)
Ja/Nein
Verwaltete Metadaten

Die einzelnen Schritte zum Erstellen von indizierten Spalten finden Sie im Abschnitt Erstellen von einfachen oder zusammengesetzten Indizes in diesem Artikel.

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Erstellen gefilterter Ansichten basierend auf Spaltenindizes

Damit eine große Anzahl Elemente in einer Ansicht schnell gefiltert werden kann, muss die erste im Filter angegebene Spalte indiziert werden. Weitere im Filter angegebene Spalten können indiziert sein oder nicht, diese Indizes werden von der Ansicht nicht berücksichtigt. Sie müssen daneben auch sicherstellen, dass die erste Spalte des Filters nicht mehr Elemente zurückgibt, als der Schwellenwert für Listenansichten vorsieht, auch wenn das abschließende Ergebnis der gefilterten Ansicht weniger Elemente als vom Schwellenwert für Listenansichten angegeben zurückgibt.

Wenn die erste Spalte des Filters mehr Elemente als der Schwellenwert für die Listenansicht zurückgibt, können Sie einen Filter mit zwei oder mehr Spalten verwenden. Wenn Sie eine gefilterte Ansicht mit zwei oder mehr Spalten definieren wird die Gesamtanzahl der zurückgegebenen Elemente in der Regel durch den Operator UND begrenzt. Doch auch in diesem Fall müssen Sie als erste Spalte im Filter die Spalte angeben, die wahrscheinlich weniger Daten zurückgibt. Beachten Sie, dass ein Filter mit dem Operator ODER fast immer dazu führt, dass mehr Elemente zurückgegeben werden. Daher ist er unter diesen Umständen normalerweise nicht effektiv.

 Wichtig    Überprüfen Sie, ob im Papierkorb gelöschte Objekte vorhanden sind, wenn Sie eine Liste anhand eines indizierten Felds filtern. Objekte werden erst dann aus der Back-End-Datenbank gelöscht, wenn sie aus dem Papierkorb entfernt werden. Wenn die Gesamtanzahl der gefilterten Objekte in der Liste und im Papierkorb größer ist als der Listenschwellenwert, kann es sein, dass unvollständige oder gar keine Ergebnisse zurückgegeben werden.

 Hinweis   Als Entwickler können Sie einen zusammengesetzten Index programmgesteuert für die erste Spalte verwenden. Ein zusammengesetzter Index basiert auf zwei Spalten, einer primären und einer sekundären Spalte, und jede der Spalten kann verwendet werden, um schnell auf die Daten zuzugreifen.

Es folgen Vorschläge für typische Ansichten, die für indizierte Spalten gut geeignet sind:

Zum Filtern auf: Indizieren Sie die Spalte: Beispiel:
Kürzlich geänderte Elemente Geändert Zum Anzeigen von Elementen, die in der letzten Woche geändert wurden, verwenden Sie den Filter Geändert ist größer als [Heute]-7.
Neue Elemente Erstellt Zum Erstellen einer Ansicht mit den Elementen, die in der letzten Woche hinzugefügt wurden, verwenden Sie den Filter Erstellt ist größer als [Heute]-7.
Meine Elemente Erstellt von Zum Erstellen einer Ansicht mit Elementen, die von Ihnen hinzugefügt wurden, verwenden Sie den Filter Erstellt von ist gleich [Ich]
Heute fällige Elemente Fälligkeitsdatum (Spalte wurde von Ihnen in einer Liste oder Bibliothek erstellt) Zum Erstellen einer Ansicht mit Elementen mit dem heutigen Datum als Fälligkeitsdatum verwenden Sie den Filter Fälligkeitsdatum ist gleich [Heute]
Diskussionsrundenaktualisierungen Zuletzt aktualisiert Zum Erstellen einer Ansicht mit den Elementen, die in der letzten Woche hinzugefügt wurden, verwenden Sie den Filter Erstellt ist größer als [Heute]-30.
Archivieren von Dateien in einer Dokumentbibliothek Geändert am Zum Erstellen einer Ansicht mit Dokumenten, die seit dem Jahr 2006 nicht mehr geändert wurden (und die Sie dann archivieren möchten), verwenden Sie den Filter Änderungsdatum liegt nach dem 31. Dezember 2006
Suchen einer Teilmenge von Finanzdaten Region, Jahr (als zwei einfache Indizes) Zum Erstellen einer Ansicht mit Finanzdaten der nordöstlichen Region im Jahr 2008 verwenden Sie den Filter Region ist gleich "NÖ" UND Jahr ist gleich 2008, da die Spalte "Region" wahrscheinlich weniger Werte als die Spalte "Jahr" enthält.

Im Abschnitt Siehe auch finden Sie Links zu weiteren Informationen zum Erstellen oder Ändern von Ansichten und zu Formeln und Funktionen, mit denen Sie Ansichten filtern können.

 Hinweis   Auch wenn Sie basierend auf Spaltenindizes eine gefilterte Ansicht erstellen, werden andere Vorgänge ggf. weiter gesperrt, da sie den Zugriff auf die gesamte Liste bzw. Bibliothek erfordern. Zu diesen Vorgängen zählen das Hinzufügen oder Löschen eines Indexes, das Erstellen einer Sortierung in der Ansichtsdefinition, das Anzeigen einer Spaltensumme sowie das Hinzufügen, Aktualisieren oder Löschen berechneter Felder.

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Organisieren von Elementen in Ordnern

Obwohl Ordner (auch als Container bezeichnet) für die Nutzung umfangreicher Listen und Bibliotheken nicht erforderlich sind, können sie dennoch verwendet werden, um Daten zu organisieren und um die Effizienz des Datenzugriffs zu verbessern. Wenn Sie einen Ordner erstellen, wird hinter den Kulissen ein interner Index erstellt. Dieser interne Index wird auch für den Stammordner oder die oberste Ebene einer Liste oder Bibliothek erstellt. Beim Zugriff auf Elemente in einem Ordner verwenden Sie eigentlich diesen internen Index für den Datenzugriff. Denken Sie daran, dass jeder Unterordner (jedoch nicht die Elemente in diesem Unterordner) als ein Element gezählt wird, wenn Sie einen Ordner mit Unterordnern erstellen.

Selbst wenn in einer Liste oder Bibliothek insgesamt sehr viele Elemente vorhanden sind, ist eine Ansicht eines einzelnen Ordners mindestens ebenso schnell wie eine Ansicht, die die gesamten Elemente mithilfe einer indizierten Spalte filtert. In einigen Fällen können möglicherweise alle Elemente in einer Liste oder Bibliothek auf mehrere Ordner verteilt werden, sodass kein Ordner mehr als fünftausend Elemente aufweist.

Beim Organisieren einer umfangreichen Liste oder Bibliothek mithilfe von Ordnern muss unbedingt Folgendes berücksichtigt werden:

  • Ein Ordner kann mehr Elemente enthalten, als der Schwellenwert für die Listenansicht zulässt. Um jedoch eine Blockierung durch SharePoint 2010 zu vermeiden, können Sie dennoch eine auf Spaltenindizes basierende gefilterte Ansicht verwenden.
  • Wenn Sie beim Erstellen oder Ändern einer Ansicht in dieser Liste oder Bibliothek die Option Alle Elemente ohne Ordner anzeigen aus dem Abschnitt Ordner verwenden, müssen Sie einen Filter verwenden, der auf einem einfachen Index basiert, um sicherzustellen, dass der Schwellenwert für die Listenansicht nicht erreicht wird.
  • Es ist oftmals sinnvoll, dass in der Standardansicht alle verfügbaren Ordner ohne Filter angezeigt werden, damit die Benutzer beim Einfügen neuer Elemente den entsprechenden Ordner auswählen können. Bei der Anzeige aller Ordner sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Element in der Liste oder Bibliothek außerhalb der Ordner an der falschen Stelle hinzugefügt werden. Beachten Sie, dass es anders als bei Bibliotheken bei Listen keine automatische Möglichkeit zum Verschieben von Elementen zwischen Ordnern gibt.

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Steuern der Anzeige von Daten auf der Seite

Nachdem die Datenuntermenge auf Ihren Computer übertragen wurde, gibt es weitere Strategien zum Beschleunigen der Datenanzeige im Browser.

Wenn Sie den Umfang des HTML-Quellcodes einer Webseite erhöhen, erhöht sich normalerweise auch die Zeit entsprechend, die für die Darstellung der Seite benötigt wird. Je größer die Seite ist, desto länger dauert es, bis sie angezeigt wird. So ist die Standardformatvorlage für eine Listen- oder Bibliotheksansicht beispielsweise das Tabellenformat, in dem alle Daten mit einem Element pro Tabellenzeile auf einer Seite angezeigt werden. Je mehr Zeilen Sie anzeigen, desto mehr Zeit wird benötigt, bis die Daten dargestellt werden.

Festlegen eines Grenzwerts für Elemente auf einer Seite

Seitenelemente  Mit dem Festlegen eines Grenzwerts für Elemente auf einer Seite können Sie unmittelbar steuern, wie viele Elemente gleichzeitig angezeigt werden, indem Sie einen bestimmten Wert (Standardwert 30) festlegen.

Es gibt zwei Optionen, mit denen Sie einen Grenzwert für Elemente auf einer Seite festlegen können:

  • Wenn Sie Elemente in Gruppen der angegebenen Größe anzeigen (zum Blättern) festlegen, erstellen Sie eine seitenweise Ansicht der Daten, die hilfreich ist, wenn Sie die Elemente auf nicht interaktive Weise durchsuchen.
  • Wenn Sie Gesamtanzahl der anzuzeigenden Elemente auf diese Anzahl begrenzen auswählen, erstellen Sie einen festen Grenzwert, mit dem nicht unbedingt das Gesamtergebnis Ihres Filtervorgangs angezeigt wird, was jedoch hilfreich sein kann, wenn Sie die Ansicht testen möchten, wenn Sie einen Prototyp erstellen oder wenn Sie nur die Spitzenwerte in einer Ansicht abrufen möchten.

Verwenden des Ansichtsstils "Vorschaubereich"

Vorschaubereich  Zum Anzeigen aller Daten von Elementen in Ihrer Liste im Bereichsformat "Vertikal" verwenden Sie den Ansichtsstil Vorschaubereich. Sie können dann schneller in den Daten navigieren, indem Sie mit dem Mauszeiger im Bildlaufbereich links auf der Seite auf den Elementtitel zeigen, damit alle Spaltenwerte des aktuellen Elements vertikal rechts auf der Seite angezeigt werden. Hiermit werden zu Anfang weniger Daten angezeigt, was dazu beiträgt, dass die Ansicht schneller dargestellt wird. Dieser Ansichtsstil ist zudem praktisch, wenn die Liste sehr breit ist oder viele Spalten umfasst, sodass Sie zum Anzeigen der Daten den Fensterinhalt horizontal verschieben müssten.

Verwenden des Ansichtsstils "Gruppieren nach"

Ansichtsstil 'Gruppieren nach'  Mit dem Ansichtsstil "Gruppieren nach" werden die Daten nach einer Kategorie gruppiert (bis zu zwei Ebenen), die Sie bei der Definition der Ansicht auswählen, wodurch die anfängliche Anzeige der Liste erheblich kleiner wird. Sie klicken auf die Plus/Minus-Schaltfläche zum Erweitern/Reduzieren einer bestimmten Datengruppe und um nur die Teilmenge der Daten zu laden, die auf der aktuellen Seite benötigt wird. Mit diesem Ansichtsstil wird nicht nur die Menge der angezeigten Daten, sondern auch die Menge der abgerufenen Daten begrenzt. Vergewissern Sie sich, dass die Option Standardmäßige Anzeige von Gruppierungen auf Reduziert festgelegt ist. Sie können die seitenweise Anzeige von gruppierten Daten ebenso steuern wie die Anzeige von nicht gruppierten Daten. In einigen Fällen, wie bei einfachen Berichten oder beim Drilldown oder Drillup zum Suchen und Aktualisieren von Daten, erweist sich dieser Ansichtsstil für die Benutzer ggf. als erheblich effizienter.

Verwenden der Datenblattansicht

Die Datenblattansicht basiert auf einem ActiveX-Steuerelement und soll Daten schneller laden, indem Daten asynchron abgerufen und aktualisiert werden. Das Durchlaufen, Bearbeiten und der Umgang mit großen Datenmengen wird erheblich effizienter gestaltet. Außerdem ist die Datenblattansicht besonders praktisch, wenn Daten häufig hinzugefügt, aktualisiert oder verglichen werden. Ohne dass Sie Ihre Arbeit unterbrechen müssen, werden Daten zum Server gesendet. Der aktuelle Status wird mittels Symbolen angezeigt, und Ihre Änderungen werden effizient mit dem Server synchronisiert. Gelegentlich auftretende Konflikte können schnell behoben werden. In der Datenblattansicht werden Filter-, Sortierungs- und Ordnereinstellungen berücksichtigt, sie ist jedoch nicht für die Arbeit mit Seitenbeschränkungen, dynamischen Filtern und Sortierungen oder anderen nicht tabellarischen Ansichtsstilen wie Gruppieren nach oder Vorschaubereich ausgelegt.

Wenn das Access Services-Feature aktiviert ist, können Sie mit sehr viel mehr Daten als dem Schwellenwert für Listenansichten arbeiten, standardmäßig mit bis zu 50.000 Elementen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Verwenden von Access Services.

Datenblattansicht

 Tipp   Wenn Sie Ihre Liste mit Ordnern strukturiert haben und alle Daten in der Datenblattansicht ohne Ordner anzeigen möchten (der so genannten "flachen Ansicht"), können Sie die Ansicht auf Alle Elemente ohne Ordner anzeigen festlegen. Möglicherweise müssen Sie jedoch einen Filter verwenden, der auf indizierten Spalten basiert, um zu vermeiden, dass der Schwellenwert für die Listenansicht erreicht wird.

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Verwenden des täglichen Zeitfensters

Mit dem täglichen Zeitfenster können Farmadministratoren allen Benutzern einen festgelegten Zeitraum für uneingeschränkte Vorgänge außerhalb der Spitzennutzungszeiten einrichten, z. B. von 18:00 bis 22:00 Uhr.

Obwohl Ansichten die primäre Methode zum Abrufen von Elementen aus einer Liste oder Bibliothek darstellen, gibt es auch andere SharePoint-Befehle und -Vorgänge, mit denen auf Elemente in einer Liste oder Bibliothek zugegriffen werden muss, wie das Hinzufügen und Löschen eines Indexes, das Hinzufügen und Ändern einer Listenspalte, das Löschen und Kopieren von Ordnern, das Ändern der Sicherheitseinstellungen für eine Liste oder Bibliothek, das Speichern einer Liste inklusive des Inhalts als Vorlage, das Löschen einer Website oder Webseite und das Wiederherstellen oder Löschen von Elementen aus dem Papierkorb. Auch solche Befehle und Vorgänge können fehlschlagen, wenn die Websiteschwellen- und -grenzwerte beim Abrufen der Listendaten überschritten werden.

Wenn Sie kein Entwickler sind oder praktisch keinen Zugriff auf Entwicklerressourcen haben, die diese Vorgänge für Sie erledigen könnten, können Sie solche Vorgangsarten in das tägliche Zeitfenster verschieben. Wenn das reguläre tägliche Zeitfenster allerdings so konfiguriert ist, dass es in die späten Nachtstunden fällt, können Sie den Farmadministrator bitten, diesen Zeitraum für Sie in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen.

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Verwenden der Offlinesynchronisierung

Oftmals erweist es sich als praktischer und effizienter, Daten offline zu nehmen. Sie können die Änderungen dann auf Ihrem Desktop- oder Laptopcomputer vornehmen und anschließend synchronisieren bzw. Konflikte auf einfache und effiziente Weise auflösen, wenn Sie die Daten wieder online bringen. Die Bearbeitung umfangreicher Listen unter Verwendung der Offlinesynchronisierung zum "Bereinigen" und Analysieren von Daten und Erstellen dazugehöriger Berichte trägt dazu bei, die Arbeitslast und damit die Nutzung von SharePoint-Ressourcen zu minimieren.

Mit vier Microsoft Office-Produkten können Sie Listendaten offline nehmen und Änderungen synchronisieren, wenn Sie wieder online gehen: Zwei dieser Produkte, Microsoft Office Access 2010 und Microsoft SharePoint Workspace 2010, rufen Listen- oder Bibliotheksdaten automatisch in kleinen Paketen ab und setzen die Daten anschließend wieder zusammen, wodurch mit erheblich mehr Daten als vom Schwellenwert für die Listenansicht angegeben gearbeitet werden kann, ohne andere Benutzer der SharePoint-Website zu beeinträchtigen.

Microsoft Office SharePoint Workspace 2010     Mithilfe von Office SharePoint Workspace 2010 können Sie Listen und Bibliotheken effizient online nehmen, auf dem Client oder Server erfolgende Änderungen automatisch synchronisieren und auf Ihrem Clientcomputer oder Laptop eine umfangreichere, flexiblere und reaktionsfähigere Benutzeroberfläche nutzen. Office SharePoint Workspace 2010 ruft im Hintergrund Daten in Paketen mit jeweils 100 Elementen ab und setzt die Daten anschließend wieder zusammen, was bedeutet, dass mit erheblich mehr Daten als vom Schwellenwert für die Listenansicht für Ihre Website angegeben gearbeitet werden kann (bis zu maximal 30.000 Elementen). Wenn eine Liste oder Bibliothek mehr als 30.000 Elemente enthält, stellt der Clientcomputer die Synchronisierung ein.

Microsoft Office Access 2010     Sie können die meisten systemeigenen Listen in Office Access 2010 lesen und in diese schreiben, indem Sie eine Verknüpfung zu ihnen erstellen. Office Access 2010 arbeitet mit praktisch allen SharePoint-Datentypen gut zusammen. Über die Verknüpfung stellen Sie eine Verbindung zu Daten in einer SharePoint-Liste her, sodass Sie eine bidirektionale Verbindung zum Anzeigen und Bearbeiten der neuesten Daten sowohl in der SharePoint-Liste als auch in Ihrer Access-Datenbank einrichten. Access erstellt eine Kopie (bzw. ein Replikat) der SharePoint-Liste in einer Access-Tabelle. Nach dem Erstellen der Access-Tabelle können Sie mit Listendaten in Access bis zum Access-Grenzwert von zwei Gigabytes arbeiten (ausgenommen Anlagen, die nicht lokal gespeichert sind). Office Access 2010 speichert darüber hinaus die Listendaten auf dem Client zwischen, verwendet einen effizienten arbeitsspeicherinternen Write-Through-Cache und überträgt lediglich geänderte Listenelemente, wodurch Abfragen und Aktualisierungen wesentlich schneller erfolgen können. In einem Dialogfeld zur Konfliktauflösung können Aktualisierungskonflikte mühelos behoben werden.

Wenn das Access Services-Feature aktiviert ist, können Sie mit sehr viel mehr Daten als dem Schwellenwert für Listenansichten arbeiten, standardmäßig mit bis zu 50.000 Elementen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Verwenden von Access Services.

Microsoft Office Excel 2010     Sie können SharePoint-Listendaten in eine Excel-Tabelle exportieren, wodurch eine in Richtung führende Datenverbindung zwischen einer Excel-Tabelle und der SharePoint-Liste erstellt wird. Wenn Sie die Daten in der SharePoint-Liste ändern und die Excel-Tabelle aktualisieren, werden die Excel-Daten in Office Excel 2010 durch die neuesten SharePoint-Listendaten ersetzt und gleichzeitig alle an dieser Excel-Tabelle vorgenommenen Änderungen überschrieben. Sobald die Daten sich in der Excel-Tabelle befinden, können Sie viele der Datenanalysefunktionen von Office Excel 2010 nutzen, z. B. leistungsstarke und flexible Arbeitsblätter, PivotTable-Berichte, professionell gestaltete Diagramme und Sparklines, bedingte Formatierungen mit Symbolen, Datenbalken und Farbskalen und anspruchsvolle Was-wäre-wenn-Analysen.

Wenn das Access Services-Feature aktiviert ist, können Sie mit sehr viel mehr Daten als dem Schwellenwert für Listenansichten arbeiten, standardmäßig mit bis zu 50.000 Elementen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Verwenden von Access Services.

Microsoft Office Outlook 2010     Über Office Outlook 2010 können Sie Kontakte, Aufgaben, Kalender und Diskussionslisten lesen und schreiben sowie Dokumentbibliotheken synchronisieren. Sie können beispielsweise sowohl mit Standardaufgabenlisten als auch Projektaufgabenlisten arbeiten, indem Sie die Aufgabenlisten offline nehmen, neue Aufgaben anzeigen, aktualisieren und zuweisen, die Listen wieder online nehmen und sie synchronisieren, ohne Office Outlook 2010 zu verlassen. In Office Outlook 2010 können Sie auch SharePoint-Kontakte effizienter speichern, freigeben und verwalten.

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Verwenden der Suchfunktion zum Auffinden von Listen- und Bibliothekselementen

Eine alternative Möglichkeit zum Auffinden von Dokumenten oder Elementen in einer umfangreichen Bibliothek oder Liste bietet die Suchfunktion. Da die Suchfunktion über eigene Indizierungsmethoden verfügt, unterliegt sie nicht dem Schwellenwert für die Listenansicht oder ähnlichen Einstellungen. Bei Verwenden der Suchfunktion können Sie die Suche auf eine bestimmte Liste oder Bibliothek beschränken. Sie können nach einem Schlüsselwort oder einer Wortfolge suchen und anschließend die Ergebnisse mithilfe von Elementeigenschaften wie Autor eines Dokuments oder Erstellungsdatum eines Listenelementes weiter einengen. Sie können sogar mit boolescher Syntax und logischen Operatoren arbeiten, um ausgeklügeltere Abfragen zu formulieren. Nachdem Sie die Ergebnisse bestimmt haben, mit denen Sie arbeiten möchten, können Sie die Ergebnisse (z. B. im Verfeinerungsbereich) den Anforderungen entsprechend sortieren und filtern.

Weitere Informationen zur Suchfunktion finden Sie im Abschnitt Siehe auch.

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Informationen zu häufig verwendeten SharePoint-Features

Zur Steigerung der allgemeinen Systemleistung und um zu vermeiden, dass der Schwellen- oder Grenzwert einer Ressource erreicht wird, sollten Sie die folgenden häufig verwendeten SharePoint-Features in Betracht ziehen:

Persönliche Ansichten    Da das Erstellen von Ansichten, die einen Spaltenindex ordnungsgemäß verwenden, für umfangreiche Listen und Bibliotheken komplizierter ist, sollten Sie die Berechtigung Persönliche Ansichten verwalten von Teilnehmern für eine umfangreiche Liste oder Bibliothek entfernen. Durch das Entfernen dieser Berechtigung können Sie Benutzer am Erstellen einer Ansicht hindern, die sich über alle Elemente erstreckt und die die Leistung der restlichen Website beeinträchtigen könnte.

Relationale Listen     Beim Erstellen von Listenbeziehungen mit Nachschlagespalten, eindeutigen Spalten und erzwungenem relationalem Verhalten (auch als referenzielle Integrität bezeichnet) kann es unter den folgenden Bedingungen vorkommen, dass der Schwellenwert für die Listenansicht erreicht wird, sodass Sie ggf. blockiert werden:

  • Wenn Sie eine Spalte in einer vorhandenen Liste als eindeutig definieren, deren Anzahl von Elementen den Schwellenwert für Listenansichten übersteigt (beachten Sie jedoch, dass das Hinzufügen eines Elements zu einer Liste, die damit Schwellenwert für Listenansichten übersteigt, ein Vorgang ist, der in der Regel nicht blockiert wird)
  • Wenn eine Liste den Schwellenwert für Listenansichten übersteigt und Sie für ein Nachschlagefeld in dieser Liste Löschweitergabe oder Löschbeschränkung aktivieren

RSS-Feeds     Nachdem die RSS-Unterstützung in der Zentraladministration und auf Websitesammlungsebene aktiviert wurde, können Sie die RSS-Unterstützung für viele Arten von Listen und Bibliotheken aktivieren und konfigurieren. Wenn die Benutzer auf den RSS-Feed für eine Liste oder Bibliothek zugreifen, werden Daten aus der Liste abgerufen. Die Standard-RSS-Ansicht beschränkt mithilfe eines Filters für die Spalte Geändert die Anzahl der zurückgegebenen Elemente basierend auf dem Datum, an dem das Element zuletzt geändert wurde. Wenn die Liste oder Bibliothek zahlreiche Elemente enthält und die Benutzer auf den RSS-Feed zugreifen, empfiehlt es sich, die Spalte Geändert zu indizieren. Darüber hinaus können Sie die Anzahl der abzurufenden Elemente einschränken, indem Sie die Optionen Anzahl der Elemente und Anzahl Tage ändern, für die Änderungen in den RSS-Feed aufgenommen werden sollen.

Weitere Informationen zum Verwalten von RSS-Feeds finden Sie im Abschnitt Siehe auch.

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Verwenden von Access Services

Sofern Office Access 2010 mit Office SharePoint Services und konfigurierten Access Services verwendet wird, können Sie eine Webdatenbank erstellen. Office Access 2010 vereinfacht das Erstellen von Tabellen basierend auf verknüpften systemeigenen Listen, Abfragen, Formularen, Berichten und Makros, ermöglicht das Veröffentlichen dieser Objekte auf einer SharePoint-Website und konvertiert diese Objekte automatisch in SharePoint-Seiten und -Funktionen, sodass auf einer SharePoint-Website eine zuverlässige Anwendung erstellt werden kann.

Bei Verwenden der Access Services können Sie mit wesentlich mehr Daten als vom Schwellenwert für Listenansicht angegeben arbeiten, ohne blockiert zu werden. Die Access Services verarbeiten Daten in Paketen mit jeweils 2.000 Elementen und setzen die Daten anschließend wieder zusammen. Der Standardgrenzwert beträgt 50.000 Elemente, wenngleich dieser Wert vom Farmadministrator geändert werden kann. Die Access Services weisen eigene Einstellungen für Grenz- und Schwellenwerte auf.

Weitere Informationen zu den Access Services finden Sie im Abschnitt Siehe auch.

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Verwenden von indizierten Abfragen und Fallbackabfragen

Die Navigation anhand von Metadaten und Filtern sind standardmäßig auf den meisten Websites aktiviert, die in SharePoint Server 2010 erstellt werden. Selbst wenn für eine bestimmte Liste oder Bibliothek keine Metadatennavigation konfiguriert wurde, sind Metadatennavigation und Filtern trotzdem im Hintergrund aktiv, um die Leistung von Ansichten in Listen und Bibliotheken zu verbessern. Das Feature für Metadatennavigation und Filtern kann bei jedem Starten automatisch den optimalen Index auswählen. Beim Laden neuer Ansichten, beim Anwenden von Filter auf Ansichten, beim Löschen von Filtern oder beim Anwenden einer Sortierung auf ein Feld bestimmt die Abfrageoptimierung die beste Methode zum Abrufen der Datenbank.

Wenn ein Benutzer eine Ansicht erstellt oder lädt, für die kein Index zum Abfragen der Liste verwendet werden kann, erzeugt Metadatennavigation und Filtern eine Fallbackabfrage und führt diese aus. Eine Fallbackabfrage ist eine modifizierte Version der ursprünglichen Benutzerabfrage, die eine Teilmenge der angeforderten Elemente anzeigt, da sie nur auf einem Teil der Liste anstelle der gesamten Liste ausgeführt wird. Dies dient dazu, dem Benutzer für den Fall, dass die ursprüngliche Abfrage aufgrund der Drosselung aufgrund der Listengröße blockiert ist, nützliche Ergebnisse zu liefern. Es werden bis zu 1.250 der aktuellsten Einträge angezeigt, basierend auf dem Zeitpunkt ihrer Hinzufügung zur Liste. Es kann vorkommen, dass Fallbackabfragen keine Ergebnisse zurückgeben, wenn keine Elemente im von der Abfrage durchsuchten Teil der Liste Ergebnisse enthalten, die der ursprünglichen Benutzerabfrage entsprechen.

Weitere Informationen zu Metadatennavigation und Filtern finden Sie im Abschnitt Siehe auch.

Verwenden der Dokumentcenterwebsite

Sie können eine Dokumentcenterwebsite verwenden, wenn Sie eine große Anzahl an Dokumenten erstellen, verwalten und speichern möchten. Ein Dokumentcenter basiert auf eine Websitevorlage und dient dazu, ein zentrales Repository für die Verwaltung vieler Dokumente bereitzustellen. Features wie Metadaten und Navigation in der Strukturansicht, Inhaltstypen und Webparts helfen Ihnen dabei, Dokumente in effizienter Weise zu ordnen und abzurufen, die zudem für die Benutzer nachvollziehbar ist.

Mit der Inhaltsverwaltung ("Content Steward") kann die metadatengesteuerte Navigation schnell so konfiguriert werden, dass für die meisten Bibliotheken eine gute Leistung bereitgestellt wird, ohne dass explizit Indizes erstellt werden müssen, es wird jedoch auch Unterstützung bei der Erstellung zusätzlicher Indizes zur Verbesserung der Leistung für eine breitere Palette an Filtern und Ansichten geboten.

Sie können eine Dokumentcenterwebsite als Erstellungsumgebung oder als Inhaltsarchiv verwenden:

  • In einer Erstellungsumgebung checken die Benutzer Dateien aktiv ein und aus und erstellen Ordnerstrukturen für diese Dateien. Die Versionsverwaltung ist aktiviert, und es kann zehn oder mehr ältere Versionen von jedem Dokument geben. Die Benutzer checken Dokumente häufig ein und aus, und Workflows können dazu beitragen, Aktionen mit Dokumenten zu automatisieren.
  • In einem Inhaltsarchiv (oder einer Knowledge Base) gibt es hingegen nur wenige Erstellungsaktionen. Die Benutzer zeigen Dokumente lediglich an oder laden Dokumente herauf. Inhaltsarchive enthalten normalerweise nur einzelne Versionen von Dokumenten, und eine Website kann mehrere Millionen Dateien umfassen. In einem typischen Szenario wie einem Center für technische Unterstützung in einem großen Unternehmen greifen ggf. 10.000 Benutzer auf die Inhalte zu, in erster Linie, um ihn zu lesen, und eine Untermenge von 3.000 bis 4.000 Benutzer lädt möglicherweise neue Inhalte auf die Website hoch.

Links zu weiteren Informationen zur Dokumentverwaltung finden Sie im Abschnitt Siehe auch.

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Indizieren und Filtern von Ansichten

In den folgenden Abschnitten werden die schrittweisen Verfahren zum Erstellen von Indizes und zum Anwenden dieser Indizes in gefilterten Ansichten vorgestellt.

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Erstellen von einfachen oder zusammengesetzten Indizes

Um die Leistung einer umfangreichen Liste oder Bibliothek zu verbessern, können Sie einen Index erstellen. Anschließend können Sie die indizierte Spalte verwenden, wenn Sie basierend auf Spaltenindizes eine gefilterte, indizierte Ansicht dieser Liste oder Bibliothek erstellen oder ändern.

 Wichtig   Da das Erstellen eines Indexes den Zugriff auf alle Elemente in der Liste erfordert, können Sie ggf. am Erstellen eines Indexes für eine Spalte gehindert werden, wenn die Größe der gesamten Liste den Schwellenwert für die Listenansicht übersteigt. Sollte dies der Fall sein, führen Sie den Vorgang im täglichen Zeitfenster aus, oder wenden Sie sich an den zuständigen Administrator. Informationen finden Sie unter Erstellen indizierter SharePoint-Spalten.

  1. Navigieren Sie zu der Website, die die Liste oder Bibliothek enthält, für die Sie den Index erstellen möchten.
  2. Wenn die Liste oder Bibliothek noch nicht geöffnet ist, klicken Sie auf der Schnellstartleiste auf ihren Namen.

Wenn der Name Ihrer Liste oder Bibliothek nicht angezeigt wird, klicken Sie auf Websiteaktionen Menü 'Websiteaktionen', klicken Sie dann auf Alle Websiteinhalte einblenden und schließlich auf den Namen der Liste oder Bibliothek.

  1. Klicken Sie im Menüband unter Listentools oder Bibliothekstools auf eine der Registerkarten Liste oder Bibliothek, und klicken Sie dann in der Gruppe Einstellungen auf Listeneinstellungen oder Bibliothekseinstellungen.
  2. Klicken Sie im Abschnitt Spalten auf Indizierte Spalten.
  3. Klicken Sie auf der Seite Indizierte Spalten auf Einen neuen Index erstellen.
  4. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

Zum Erstellen eines einfachen Index:

  1. Wählen Sie im Abschnitt Primäre Spalte unter Primäre Spalte für diesen Index die Spalte aus.
  2. Klicken Sie auf Erstellen.

Zum Erstellen eines zusammengesetzten Index:

  1. Wählen Sie im Abschnitt Primäre Spalte unter Primäre Spalte für diesen Index die Spalte aus.
  2. Wählen Sie im Abschnitt Sekundäre Spalte unter Sekundäre Spalte für diesen Index eine weitere Spalte aus.
  3. Klicken Sie auf Erstellen.

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Erstellen oder Ändern einer gefilterten Ansicht basierend auf Spaltenindizes

Nachdem Sie eine Spalte indiziert haben, können Sie sie einer neuen Ansicht hinzufügen, die Sie erstellen, und dann mithilfe der indizierten Spalte die Ansicht filtern. Bevor Sie eine Ansicht erstellen, können Sie zum flexibleren Sortieren, Gruppieren und Filtern weitere Spalten hinzufügen.

Im Abschnitt Siehe auch finden Sie weitere Informationen zum Erstellen von Spalten und Ansichten.

  1. Navigieren Sie zu der Website, die die Liste oder Bibliothek enthält, für die Sie den Index erstellen möchten.
  2. Wenn die Liste oder Bibliothek noch nicht geöffnet ist, klicken Sie auf der Schnellstartleiste auf ihren Namen.

Wenn der Name Ihrer Liste oder Bibliothek nicht angezeigt wird, klicken Sie auf Websiteaktionen Menü 'Websiteaktionen', klicken Sie dann auf Alle Websiteinhalte einblenden und schließlich auf den Namen der Liste oder Bibliothek.

  1. Klicken Sie im Menüband unter Listentools oder Bibliothekstools auf die Registerkarte Liste oder Bibliothek.
  2. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

Erstellen einer Ansicht    

  1. Klicken Sie in der Gruppe Verwaltete Ansichten auf Ansicht erstellen.
  2. Klicken Sie auf eine Option wie Standardansicht oder auf eine vorhandene Ansicht, die Sie zum Erstellen der Ansicht zugrunde legen möchten.
  3. Geben Sie im Feld Name anzeigen den Namen der Ansicht ein.

Wählen Sie Zur Standardansicht machen aus, wenn diese Ansicht die Standardansicht Ihrer Liste oder Bibliothek sein soll. Sie können nur eine öffentliche Ansicht als Standardansicht für eine Liste oder Bibliothek festlegen.

Ändern einer Ansicht    

  1. Wählen Sie in der Gruppe Verwaltete Ansichten in der Dropdownliste Verwaltete Ansicht die Ansicht aus, die Sie ändern möchten.
  2. Klicken Sie in der Gruppe Verwaltete Ansichten auf Ansicht ändern.
  1. Klicken Sie im Abschnitt Filter auf Elemente nur in folgendem Fall anzeigen, und wählen Sie dann aus, wie die Elemente auf Grundlage einer der indizierten Spalten gefiltert werden sollen.

Um z. B. eine Ansicht nur der Elemente zu erstellen, die heute geändert wurden, wählen Sie die Spalte Geändert (Indiziert) und dann die Bedingung ist gleich aus, und geben Sie [Heute] ein.

 Hinweis   Wenn keine Spalten angezeigt werden, die (Indiziert) nach dem Namen aufweisen, sind für diese Liste oder Bibliothek keine indizierten Spalten verfügbar. Sie müssen in diesem Fall zuerst einen einfachen oder zusammengesetzten Index erstellen.

  1. Wählen Sie weitere Optionen für die Ansicht aus. Beispielsweise, welche Spalten angezeigt oder ausgeblendet werden sollen und wie die Elemente sortiert werden sollen.
  2. Klicken Sie auf OK.

Weitere Informationen zum Erstellen von Ansichten finden Sie im Abschnitt Siehe auch.

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