Hinzufügen einer Trend- oder Durchschnittslinie zu einem Diagramm

Wenn Sie in einem von Ihnen erstellten Diagramm Datentrends oder gleitende Durchschnitte darstellen möchten, können Sie eine Trendlinie hinzufügen. Sie können eine Trendlinie zusätzlich über die aktuellen Daten hinaus verlängern, um zukünftige Werte zu prognostizieren. Beispielsweise zeigt die folgende lineare Trendlinie einer Prognose für zwei folgende Quartale. Die Trendlinie bildet einen ansteigenden Trend ab, der für die zukünftigen Umsätze viel versprechend aussieht.

Diagramm mit Trendlinie

Sie können eine Trendlinie (Trendlinie: Eine grafische Darstellung des Trends in Datenreihen, beispielsweise eine nach oben gerichtete Linie, die den wachsenden Umsatz über mehrere Monate hinweg darstellt. Trendlinien werden für die Erstellung von Prognosen, d.h. zur Regressionsanalyse, verwendet.) einem 2D-Diagramm hinzufügen, das nicht gestapelt ist (Flächen-, Balken-, Säulen-, Linien-, Kurs-, Punkt- oder Blasendiagramm). Einem 3D-Diagramm können Sie keine Trendlinie hinzufügen, und auch in Netz-, Kreis-, Oberflächen- und Ringdiagramme werden Trendlinien nicht unterstützt.

  1. Klicken Sie auf dem Diagramm auf die Datenreihe (Datenreihen: Zusammengehörige Datenpunkte in einem Diagramm. Jede Datenreihe in einem Diagramm besitzt eine eindeutige Farbe bzw. ein eindeutiges Muster und wird in der Diagrammlegende dargestellt. In einem Diagramm können eine oder mehrere Datenreihen dargestellt werden. Kreisdiagramme können lediglich eine Datenreihe enthalten.), der Sie eine Trendlinie oder einen gleitenden Durchschnitt hinzufügen möchten.

Die Trendlinie beginnt am ersten Datenpunkt der Datenreihe, die Sie ausgewählt haben.

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche Diagrammelemente Schaltfläche 'Diagrammelemente' neben der oberen rechten Ecke des Diagramms.
  2. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Trendlinie.
  3. Wenn Sie einen anderen Trendlinientyp auswählen möchten, klicken Sie auf den Pfeil neben Trendlinie, und klicken Sie dann auf Exponentiell, Lineare Prognose oder Gleitender Durchschnitt für zwei Zeiträume. Sollen weitere Trendlinientypen angezeigt werden, klicken Sie auf Weitere Optionen.
  4. Wenn Sie Weitere Optionen ausgewählt haben, klicken Sie im Bereich Trendlinie formatieren unter Trendlinienoptionen auf die gewünschte Option.

Bereich 'Trendlinie formatieren'

  • Wenn Sie Polynomisch auswählen, geben Sie die höchste Potenz für die unabhängige Variable im Feld Reihenfolge ein.
  • Wenn Sie Gleitender Durchschnitt auswählen, geben Sie die Anzahl von Zeiträumen, die zur Berechnung des gleitenden Durchschnitts verwendet werden sollen, im Feld Zeitraum ein.

 Tipp    Eine Trendlinie ist dann am genauesten, wenn ihr Bestimmtheitsmaß (eine Zahl von 0 bis 1, die angibt, wie genau die geschätzten Werte der Trendlinie den tatsächlichen Daten entsprechen) gleich oder fast gleich 1 ist. Wenn Sie Daten eine Trendlinie hinzufügen, berechnet Excel automatisch deren Bestimmtheitsmaß. Sie können diesen Wert in einem Diagram anzeigen, indem Sie das Kontrollkästchen Bestimmtheitsmaß im Diagramm darstellen aktivieren (Bereich Trendlinie formatieren, Trendlinienoptionen).

Weitere Informationen zu allen Trendlinienoptionen

Lineare Trendlinie

Verwenden Sie diesen Trendlinientyp, wenn Sie eine optimal angepasste gerade Linie für einfache lineare Datenmengen erstellen möchten. Daten sind linear, wenn das Muster aus ihren Datenpunkten wie eine Linie aussieht. Eine lineare Trendlinie zeigt normalerweise, dass etwas gleichmäßig zunimmt oder abnimmt.

Für eine lineare Trendlinie wird die folgende lineare Gleichung verwendet, um die Linie nach der Methode der kleinsten Quadrate zu berechnen:

Formel

Darin ist m die Steigung und b der Y-Schnittpunkt.

Die folgende lineare Trendlinie zeigt, dass die Verkaufszahlen für Kühlschränke in einem Zeitraum von 8 Jahren stetig gestiegen sind. Wie Sie sehen, ist das Bestimmtheitsmaß (eine Zahl von 0 bis 1, die angibt, wie genau die geschätzten Werte der Trendlinie den tatsächlichen Daten entsprechen) gleich 0,9792, das heißt, die Linie ist eine gute Näherung an die Daten.

Punktdiagramm mit einer linearen Trendlinie

Logarithmische Trendlinie

Eine logarithmische Trendlinie zeigt eine bestmöglich angepasste Kurve und ist dann geeignet, wenn die Änderungsrate in den Daten schnell ansteigt oder abnimmt und dann annähernd gleich bleibt. Für eine logarithmische Trendlinie können negative und positive Werte verwendet werden.

Für eine logarithmische Trendlinie wird die folgende Gleichung verwendet, um die Punkte nach der Methode der kleinsten Quadrate zu berechnen:

Formel

Darin sind c und b Konstanten, ln ist der natürliche Logarithmus.

Die folgende logarithmische Trendlinie zeigt das voraussichtliche Wachstum einer Tierpopulation in einem abgeschlossenen Lebensraum, bei der sich die Population mit der Verringerung des Lebensraumes stabilisiert. Beachten Sie, dass das Bestimmtheitsmaß 0,933 beträgt, das heißt, es gibt eine relativ hohe Übereinstimmung der Linie mit den Daten.

Punktdiagramm mit einer logarithmischen Trendlinie

Polynomische Trendlinie

Eine polynomische Trendlinie ist sinnvoll, wenn die Daten schwanken. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie Gewinne und Verluste aus einer großen Datenmenge analysieren. Der Grad des Polynoms kann anhand der Anzahl von Schwankungen in den Daten oder der Anzahl von Bögen (Spitzen und Täler) der Kurve bestimmt werden. Eine polynomische Trendlinie 2. Grades hat üblicherweise nur eine Spitze oder ein Tal, eine Trendlinie 3. Grades hat eine oder zwei Spitzen oder Täler, und eine Trendlinie 4. Grades hat bis zu drei Spitzen oder Täler.

Für eine polynomische oder krummlinige Trendlinie wird die folgende Gleichung verwendet, um die Punkte nach der Methode der kleinsten Quadrate zu berechnen:

Formel

Darin sind b und Variable Konstanten.

Die folgende polynomische Trendlinie 2. Grades (eine Spitze) veranschaulicht das Verhältnis zwischen Fahrgeschwindigkeit und Kraftstoffverbrauch. Wie Sie sehen, ist das Bestimmtheitsmaß gleich 0,979, also nahe bei 1, das heißt, die Linie ist eine gute Näherung für die Daten.

Punktdiagramm mit einer polynomischen Trendlinie

Potenzfunktions-Trendlinie

Eine solche Trendlinie wird als gekrümmte Linie angezeigt und ist sinnvoll für Datenmengen, in denen Messwerte verglichen werden, die mit einer bestimmten Rate zunehmen, beispielsweise die Beschleunigung eines Rennwagens in Abständen von einer Sekunde. Sie können keine Leistungstrendlinie erstellen, wenn die Daten Werte kleiner gleich 0 enthalten.

Für eine Potenzfunktions-Trendlinie wird die folgende Gleichung verwendet, um die Punkte nach der Methode der kleinsten Quadrate zu berechnen:

Formel

Darin sind c und b Konstanten.

 Hinweis   Diese Option ist nicht verfügbar, wenn die Daten negative Werte oder die Zahl 0 (Null) enthalten.

Im folgenden Diagramm mit Abstandsmesswerten sind die Abstände in Metern über der Zeit in Sekunden aufgetragen. Die Potenzfunktions-Trendlinie zeigt deutlich die ansteigende Beschleunigung. Beachten Sie, dass das Bestimmtheitsmaß 0,986 beträgt. Dieser Wert zeigt eine fast perfekte Übereinstimmung zwischen der Linie und den Daten an.

Punktdiagramm mit einer Potenzfunktions-Trendlinie

Exponentielle Trendlinie

Eine exponentielle Trendlinie wird als Kurve angezeigt und ist sinnvoll, wenn Datenwerte mit stetig steigender Rate größer oder kleiner werden. Sie können keine exponentielle Trendlinie erstellen, wenn die Daten Werte enthalten, die kleiner gleich 0 sind.

Für eine exponentielle Trendlinie wird die folgende Gleichung verwendet, um die Punkte nach der Methode der kleinsten Quadrate zu berechnen:

Formel

Darin sind c und b Konstanten, und e ist die Basis des natürlichen Logarithmus.

Die folgende exponentielle Trendlinie zeigt für den Alterungsprozess eines Objekts den abnehmenden Kohlenstoff 14-Gehalt. Beachten Sie, dass das Bestimmtheitsmaß 0,990 beträgt. Dieser Wert kennzeichnet eine fast perfekte Übereinstimmung zwischen der Linie und den Daten.

Diagramm mit einer exponentiellen Trendlinie

Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt

Eine Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt dämpft Schwankungen in den Daten, um ein Muster oder einen Trend zu verdeutlichen. Für einen gleitenden Durchschnitt wird eine bestimmte Anzahl von Datenpunkten (die mit der Option Zeitraum festgelegt werden) verwendet, wird der Durchschnitt ermittelt und wird der Durchschnittswert als Punkt der Linie verwendet. Wenn beispielsweise Zeitraum auf 2 festgelegt ist, wird der Durchschnitt der beiden ersten Datenpunkte als erster Punkt in der Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt verwendet. Der Durchschnitt des zweiten und dritten Datenpunkts wird als zweiter Punkt in der Trendlinie verwendet usw.

Für eine Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt wird die folgende Formel verwendet:

Formel

Die Anzahl von Punkten einer Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt (Gleitender Durchschnitt: Eine Folge von Durchschnitten, die aus den Teilen einer Datenreihe berechnet wird. In einem Diagramm glättet ein gleitender Durchschnitt die Datenschwankungen, sodass das Muster oder der Trend deutlicher sichtbar wird.) ist gleich der Gesamtzahl von Punkten der Datenreihe minus der Anzahl, die Sie für den Zeitraum angeben.

In einem Punktdiagramm basiert die Trendlinie auf der Reihenfolge der x-Werte im Diagramm. Damit ein besseres Ergebnis erzielt wird, sollten Sie die x-Werte sortieren, bevor Sie einen gleitenden Durchschnitt hinzufügen.

Die folgende Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt zeigt ein Muster in der Anzahl von Häusern, die in einem Zeitraum von 26 Wochen verkauft wurden.

Punktdiagramm mit einer Trendlinie mit gleitendem Durchschnitt

Seitenanfang Seitenanfang

 
 
Zutreffend für:
Excel 2013, Outlook 2013, PowerPoint 2013, Word 2013